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	<title>Anwalt bloggt &#187; Art. 103 GG</title>
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	<description>Joachim Sokolowski, Rechtsanwalt Strafrecht, Fachanwalt f&#252;r Sozialrecht</description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Jul 2010 13:00:27 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kein Rückwirkungsverbot bei Änderung der Rechtsprechung</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/kein-ruckwirkungsverbot-bei-anderung-der-rechtsprechung/1404/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 14:23:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 103 GG]]></category>
		<category><![CDATA[BGH]]></category>
		<category><![CDATA[Rückwirkungsverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Volltext]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Das Verbot einer rückwirkenden Verschärfung der Strafbarkeit gem. Art. 103 II GG greift nicht ein, wenn sich bei gleichbleibenden Gesetzeswortlaut lediglich die Rechtsprechung verschärft.</p> <p>Dies hat der Bundesgerichtshof in seinem Beschluss vom 8. April 2010 in dem Verfahren 5 StR 491/09 klargestellt. </p> <p>Die Entscheidung ist hier auf den Seiten des BGH im Volltext abzurufen.</p> Copyright &#169; 2010 by Anwalt bloggt J. Sokolowski]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.bundesgerichtshof.de"  target="_blank"><img src="http://www.sokolowski.org/blog/wp-content/uploads/2010/05/bgh1.gif" alt="" title="bgh" class="alignright size-full wp-image-1548" /></a><br />
Das Verbot einer rückwirkenden Verschärfung der Strafbarkeit gem. <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 II GG</a> greift nicht ein, wenn sich bei gleichbleibenden Gesetzeswortlaut lediglich die Rechtsprechung verschärft.<span id="more-1404"></span></p>
<p>Dies hat der Bundesgerichtshof in seinem Beschluss vom 8. April 2010 in dem Verfahren <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5 StR 491/09"  target="_blank" title="BGH, 08.04.2010 - 5 StR 491/09">5 StR 491/09</a> klargestellt. </p>
<p>Die Entscheidung ist <a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&#038;Art=en&#038;az=5%20StR%20491/09&#038;nr=51855"  target="_blank">hier auf den Seiten des BGH im Volltext </a>abzurufen.</p>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2010 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org/blog" >Anwalt bloggt</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		<title>Verfassungsbeschwerde gegen Bußgeld wegen Überschreitens der Tageslenkzeiten</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verfassungsbeschwerde-gegen-busgeld-wegen-uberschreitens-der-tageslenkzeiten/372/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 15:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[OWiG]]></category>
		<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 103 GG]]></category>
		<category><![CDATA[§ 8 FPersG]]></category>
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		<category><![CDATA[Bussgeld]]></category>
		<category><![CDATA[FPersVO]]></category>
		<category><![CDATA[Lenk- und Ruhezeiten]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
		<category><![CDATA[verfassungsbeschwerde]]></category>
		<category><![CDATA[VO (EG) 561/2006]]></category>
		<category><![CDATA[VO (EWG) 3820/85]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sokolowski.org/blog/?p=372</guid>
		<description><![CDATA[<p align="justify">Das Bundesverfassungsgericht hat in dem Verfahren 2 BvR 1817/08 mit Beschluss vom 18. September 2008 die Verfassungsbeschwerde eines Verurteilten der sich gegen seine Verurteilung in einem Bußgeldverfahren wegen Überschreitens der Tageslenkzeiten und mittelbar gegen § 8 Abs. 3 FPersG gewendet hat, nicht zur Entscheidung angenommen.</p> <p>Das Gericht begründet seine Entscheidung wie folgt: </p> <p align="justify">1. Bis zum 10. April 2007 waren die zulässigen Tageslenkzeiten im Güterverkehr in Art. 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 geregelt. Ein Verstoß des Fahrers gegen die dort bestimmten Lenkzeiten wurde durch § 8 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b FPersG in Verbindung mit <a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verfassungsbeschwerde-gegen-busgeld-wegen-uberschreitens-der-tageslenkzeiten/372/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Das Bundesverfassungsgericht hat in dem Verfahren <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 BvR 1817/08"  target="_blank" title="(2 zugeordnete Entscheidungen)">2 BvR 1817/08</a> mit Beschluss  vom 18. September 2008 die Verfassungsbeschwerde eines Verurteilten der sich gegen seine Verurteilung in einem Bußgeldverfahren wegen Überschreitens der Tageslenkzeiten und mittelbar gegen § 8 Abs. 3 FPersG gewendet hat, nicht zur Entscheidung angenommen.</p>
<p>Das Gericht begründet seine Entscheidung wie folgt:<br />
<span id="more-372"></span></p>
<blockquote>
<p align="justify">1. Bis zum 10. April 2007 waren die zulässigen Tageslenkzeiten im Güterverkehr in Art. 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 geregelt. Ein Verstoß des Fahrers gegen die dort bestimmten Lenkzeiten wurde durch § 8 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b FPersG in Verbindung mit § 22 Abs. 2 Nr. 3 FPersV als Ordnungswidrigkeit geahndet. Mit Wirkung vom 11. April 2007 ersetzte die VO (EG) Nr. 561/2006 gemäß deren Art. 28 und 29 die VO (EWG) Nr. 3820/85, so dass die Verweisung des § 22 FPersV auf die frühere Verordnung ins Leere ging.</p>
<p align="justify">Mit Wirkung vom 14. Juli 2007 wurde § 8 FPersG um folgenden Absatz 3 ergänzt:</p>
<p align="justify">„(3) Ordnungswidrigkeiten gemäß § 8 des Fahrpersonalgesetzes, die bis zum 10. April 2007 unter Geltung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 begangen wurden, werden abweichend von § <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">4 Abs. 3</a> des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten nach den zum Zeitpunkt der Tat geltenden Bestimmungen geahndet.“</p>
<p align="justify"><a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> lautet:</p>
<p align="justify">„(3) Wird das Gesetz, das bei Beendigung der Handlung gilt, vor der Entscheidung geändert, so ist das mildeste Gesetz anzuwenden.“</p>
<p align="justify">2. Das Regierungspräsidium Gießen erließ am 29. Oktober 2007 einen Bußgeldbescheid wegen Überschreitens der Lenkzeiten in drei Fällen zwischen dem 6. und 12. Dezember 2006. Nach Einspruch gegen den Bußgeldbescheid verurteilte das Amtsgericht Limburg – Zweigstelle Hadamar – am 9. Januar 2008 den Beschwerdeführer zu Geldbußen in Höhen von insgesamt 210 €. Der Beschwerdeführer habe sich wegen Tageslenkzeitüberschreitung gemäß den § 8 Abs. 1 Nr. 2b FPersG a.F., § 22 Abs. 2 Nr. 3 FPersVO, Art. 6 Abs. 1 Unterabs. 1, Art. 7 Abs. 1, Art. 8 Abs. 1 VO (EWG) 3820/85 bußgeldpflichtig gemacht.</p>
<p align="justify">Den Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde verwarf das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Eine Zulassung der Rechtsbeschwerde zur Fortbildung des Rechts sei nicht geboten, weil die von der Verteidigung als entscheidungserheblich angesprochene Frage der Verfassungswidrigkeit des § 8 Abs. 3 FPersG bereits obergerichtlich entschieden worden sei. Auch der Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sei nicht gegeben, weil das angefochtene Urteil nicht rechtsfehlerhaft sei.</p>
<p align="justify">3. Der Beschwerdeführer rügt mit seiner Verfassungsbeschwerde die Verletzung von <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> und <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank">Art. 3 Abs. 1 GG</a> durch § 8 Abs. 3 FPersG. In der Zeit vom 11. April 2007 bis 14. Juli 2007 hätten die Taten nicht geahndet werden können. Es sei verfassungswidrig, wenn § 8 Abs. 3 FPersG die während des Zwischenzeitraums straflosen Taten rückwirkend wieder zu einer ahndenden Tat mache. Es gehe hier nicht um das „wie lange“ der Strafverfolgung, sondern um einen (Wieder-)„Beginn“ der Strafbarkeit. Der Beschwerdeführer sei durch seine Verurteilung zudem ohne sachlichen Grund schlechter gestellt als die Betroffenen, die in dem Zwischenzeitraum freigesprochen worden seien.<br />
II.
</p>
<p align="justify">Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil ein Annahmegrund gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/BVerfGG/93a.html"  target="_blank">§ 93a Abs. 2 BVerfGG</a> nicht gegeben ist. Ihr kommt grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung nicht zu. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung von Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten des Beschwerdeführers angezeigt.</p>
<p align="justify">Die Vorschrift des § 8 Abs. 3 FPersG begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.</p>
<p align="justify">1. Das Rückwirkungsverbot des <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> wird durch die Regelung nicht verletzt.</p>
<p align="justify">Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> darf eine Tat nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen worden ist. Das Rückwirkungsverbot gilt dabei nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auch für Bußgeldtatbestände (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 38, 348"  target="_blank" title="BVerfG, 04.02.1975 - 2 BvL 5/74: Zweckentfremdung von Wohnraum">BVerfGE 38, 348</a> &lt;371 f.&gt;; 41, 314 &lt;319&gt;; 81, 132 &lt;135&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 87, 363"  target="_blank" title="BVerfG, 17.11.1992 - 1 BvR 168/89: Sonntagsbackverbot">87, 363</a> &lt;391&gt; ). <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> verbietet nach seinem Wortlaut die rückwirkende Anwendung neuen materiellen Rechts zuungunsten des Täters, besagt aber nichts über die Dauer des Zeitraums, während dessen eine in verfassungsgemäßer Weise für strafbar erklärte Tat verfolgt werden darf, äußert sich also nur über das „von wann an“, nicht jedoch über das „wie lange“ der Strafverfolgung (vgl.BVerfGE 81, 132 &lt;135&gt; ). Dies entspricht auch seinem Zweck, nämlich zu verhindern, dass jemand aufgrund eines Gesetzes bestraft wird, das zur Zeit der Tat noch nicht in Kraft war, so dass dem Täter die Strafandrohung nicht bekannt sein konnte (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 25, 269"  target="_blank" title="BVerfG, 26.02.1969 - 2 BvL 15/68: Verfolgungsverj&auml;hrung">BVerfGE 25, 269</a> &lt;284 f.&gt;; 81, 132 &lt;135&gt; ). Der Einzelne soll von vornherein wissen, was strafrechtlich verboten ist und welche Strafe droht. Dass eine Tat nach ihrer Begehung vorübergehend nicht mit Strafe bedroht war, betrifft daher das verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot nicht (vgl.BVerfGE 81, 132 &lt;135&gt;).</p>
<p align="justify">Eine gegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> verstoßende rückwirkende Anwendung von Bußgeldvorschriften zuungunsten des Beschwerdeführers wird durch § 8 Abs. 3 FPersG danach nicht bestimmt. § 8 Abs. 3 FPersG schließt das Prinzip der Meistbegünstigung gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> aus und setzt an dessen Stelle zugleich die Bestimmung, dass für die Sanktionierung der Taten das zum Tatzeitpunkt geltende Recht maßgeblich sein soll. Das Prinzip der Meistbegünstigung in <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> ist dabei – ebenso wie <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/2.html"  target="_blank" title="&sect; 2 StGB: Zeitliche Geltung">§ 2 Abs. 3 StGB</a> – nicht wegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> geboten (vgl.BVerfGE 81, 132 &lt;136 f.&gt; ; König, in: Göhler, OWiG, 14. Aufl. 2006, § 4 Rn. 4; Eser, in: Schönke/Schröder, StGB, 27. Aufl. 2006, § 2 Rn. 16), so dass sein Ausschluss durch § 8 Abs. 3 FPersG keinen Verfassungsverstoß begründen kann. Der Beschwerdeführer kann sich deshalb nicht auf die in der von ihm angeführten Literatur dargestellte Reichweite des <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/2.html"  target="_blank" title="&sect; 2 StGB: Zeitliche Geltung">§ 2 Abs. 3 StGB</a> berufen. Im Übrigen lässt § 8 Abs. 3 FPersG sowohl den Unrechtsgehalt wie auch die Folgen eines Verstoßes gegenüber der zum Tatzeitpunkt geltenden Rechtslage unverändert. Die Regelung bewirkt weder eine Strafschärfung noch eine neue Strafbegründung, sondern lediglich, dass durch die im Zeitraum zwischen dem 11. April 2007 und dem 13. Juli 2007 bestehende Ahndungslücke die Verfolgung von vor diesem Zwischenzeitraum begangenen Taten nicht ausgeschlossen wird. Das steht nach dem oben Ausgeführten ebenfalls nicht in Widerspruch zu <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Art. 103 Abs. 2 GG</a> (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21. Dezember 2007 &#8211; IV-<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss (OWi) 83/07"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">2 Ss (OWi) 83/07</a> -, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW 2008, S. 930"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">NJW 2008, S. 930</a> &lt;931&gt;; OLG Bamberg, Beschluss vom 4. Dezember 2007 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss OWi 1265/07"  target="_blank" title="OLG Bamberg, 04.12.2007 - 2 Ss OWi 1265/07">2 Ss OWi 1265/07</a> -, DAR 2008, S. 99 &lt;100&gt;; OLG Dresden, Beschluss vom 10. Dezember 2007 &#8211; Ss OWi 557/07 -, DAR 2008, S. 153; OLG Koblenz, Beschluss vom 10. März 2009 &#8211; 2 Ss Bs 6/08 -, NZV 2008, S. 311 &lt;312&gt;).</p>
<p align="justify">2. Der Beschwerdeführer kann sich auch nicht darauf berufen, dass die angegriffenen Entscheidungen gegen den Gleichheitsgrundsatz des <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank">Art. 3 Abs. 1 GG</a> verstießen, weil er gegenüber anderen Betroffenen, über deren Verfahren während des Zwischenzeitraums durch Freispruch entschieden wurde, schlechter gestellt sei.</p>
<p align="justify">Die zur Verurteilung des Beschwerdeführers führende Derogation des <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> durch § 8 Abs. 3 FPersG verstößt nicht gegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank">Art. 3 Abs. 1 GG</a>. Der Gleichheitssatz gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches nicht willkürlich ungleich und wesentlich Ungleiches nicht willkürlich gleich zu behandeln. Dabei bleibt ihm die Auswahl der Parameter überlassen, die für dieselben oder für unterschiedliche Rechtsfolgen den Ausschlag geben sollen, im Rechtssinne also „gleiche“ und „ungleiche“ Sachverhalte schaffen. Ihm kommt eine weitgehende Gestaltungsfreiheit zu, die erst dort endet, wo die ungleiche Behandlung der Lebenssachverhalte nicht mehr mit einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise vereinbar ist, weil ein einleuchtender Grund für die gesetzliche Differenzierung offensichtlich fehlt, es sich demnach um Regelungen handelt, die unter keinem sachlichen Gesichtspunkt gerechtfertigt sind und damit als willkürlich erscheinen (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 75, 108"  target="_blank" title="BVerfG, 08.04.1987 - 2 BvR 909/82: K&uuml;nstlersozialversicherungsgesetz">BVerfGE 75, 108</a> &lt;157&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 78, 249"  target="_blank" title="BVerfG, 08.06.1988 - 2 BvL 9/85: Fehlbelegungsabgabe">78, 249</a> &lt;287&gt; ; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGK 2, 149"  target="_blank" title="BVerfG, 26.11.2003 - 2 BvR 1247/01">BVerfGK 2, 149</a> &lt;163&gt;). Ausweislich der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zum Gesetzentwurf soll mit § 8 Abs. 3 FPersG eine ungerechtfertigte Straflosigkeit vermieden werden (vgl. BTDrucks 16/5238, S. 8), mithin ein gesetzgeberisch nicht gewollter Zustand beseitigt werden. Dies stellt eine ausreichende sachliche Erwägung dar, so dass das Willkürverbot durch den Gesetzgeber nicht verletzt worden ist (vgl. OLG Düsseldorf, a.a.O., <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW 2008, S. 930"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">NJW 2008, S. 930</a> &lt;931&gt;).</p>
<p align="justify">Der Beschwerdeführer kann auch nicht deshalb einen Verstoß gegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank">Art. 3 Abs. 1 GG</a> geltend machen, weil sein Verfahren nicht in dem Zwischenzeitraum der Straflosigkeit entschieden wurde. Die Dauer eines Gerichtsverfahrens hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die von sämtlichen Beteiligten und den objektiven Umständen bestimmt werden. Mangels einer vergleichbaren Ausgangssituation kann sich der Beschwerdeführer daher nicht darauf berufen, dass die Bußgeldverfahren von anderen Betroffenen in kürzerer Zeit mit dem Ergebnis eines Freispruchs abgehandelt worden seien. Der Beschwerdeführer hat auch nicht geltend gemacht, dass das Amtsgericht Limburg die Verhandlung bis zum Inkrafttreten der Neuregelung des § 8 Abs. 3 FPersG bewusst hinausgezögert hätte.</p>
<p align="justify">Von einer weiteren Begründung wird nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BVerfGG/93d.html"  target="_blank">§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG</a> abgesehen.</p>
</blockquote>
<p>Die Entscheidung kann <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20080918_2bvr181708.html"  target="blank">hier auf den Seiten des BVerfG im Volltext </a>abgerufen werden.</p>
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<td style="border: 1px solid gray; padding: 2px; background: #f0f0f0 none repeat scroll 0% 0%; color: darkgreen; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; white-space: nowrap;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://seodigger.com/favicon.ico" alt="" width="12" height="12" /> SD: <a style="color: blue; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; text-decoration: underline;" title="Seodigger" href="javascript:{}">wait&#8230;</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
</td>
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</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Siehe auch:
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2010 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org/blog" >Anwalt bloggt</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verfassungsbeschwerde-gegen-busgeld-wegen-uberschreitens-der-tageslenkzeiten/372/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Wiederaufnahme zu ungunsten des Angeklagten</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/wiederaufnahme-zu-ungunsten-des-angeklagten/340/</link>
		<comments>http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/wiederaufnahme-zu-ungunsten-des-angeklagten/340/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2007 09:59:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Art. 103 GG]]></category>
		<category><![CDATA[Änderung]]></category>
		<category><![CDATA[§ 362 StPO]]></category>
		<category><![CDATA[§ 370 StPO]]></category>
		<category><![CDATA[GG]]></category>
		<category><![CDATA[StGB]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederaufnahme]]></category>
		<category><![CDATA[zu ungunsten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p align="justify">Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundesrates hat mit Empfehlung vom 7.12.2007 (Drucksache 655/1/07) dem Bundesrat für seine Sitzung am 20.12.2007 empfohlen, den Entwurf eines Gesetzes zur Reform des strafrechtlichen Wiederaufnahmerechts mit Änderungen beim Deutschen Bundestag einzubringen.</p> <p align="justify">Der Gesetzesantrag bzw. -entwurf, der hier im Informationssystem des Deutschen Bundestag/Bundesrat abgerufen werden kann, lässt das bestehende Wiederaufnahmerecht in seiner Grundstruktur unverändert.</p> <p align="justify">Er erweitert die Wiederaufnahmemöglichkeiten zu Ungunsten des Angeklagten, der vom</p> Vorwurf des Mordes, eines ausschließlich mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedrohten Tötungsverbrechens nach dem Völkerstrafgesetzbuch oder einer mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu ahndenden Anstiftung zu diesen Straftaten <p align="justify">freigesprochenen worden ist.</p> <p <a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/wiederaufnahme-zu-ungunsten-des-angeklagten/340/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Der Rechtsausschuss des Deutschen Bundesrates hat mit Empfehlung vom 7.12.2007 (Drucksache 655/1/07) dem Bundesrat für seine Sitzung <span id="more-340"></span>am 20.12.2007 empfohlen, den Entwurf eines Gesetzes zur  Reform des strafrechtlichen Wiederaufnahmerechts mit Änderungen beim Deutschen Bundestag einzubringen.</p>
<p align="justify">Der Gesetzesantrag bzw. -entwurf, der <a href="http://217.79.215.188/dip21/brd/2007/0655-07.pdf"  title="DIP" target="_blank">hier im Informationssystem des Deutschen Bundestag/Bundesrat</a> abgerufen werden kann, lässt das bestehende Wiederaufnahmerecht in seiner Grundstruktur unverändert.</p>
<p align="justify">Er erweitert die Wiederaufnahmemöglichkeiten zu Ungunsten des<br />
Angeklagten, der vom</p>
<ul>
<li>Vorwurf des Mordes,</li>
<li>eines ausschließlich mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedrohten Tötungsverbrechens nach dem Völkerstrafgesetzbuch oder</li>
<li>einer mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu ahndenden Anstiftung zu diesen Straftaten</li>
</ul>
<p align="justify">freigesprochenen worden ist.</p>
<p align="justify">Eine Wiederaufnahme soll dann zulässig  sein, wenn neue, zum Zeitpunkt des Freispruchs nicht vorhandene technische Ermittlungsmethoden nachträglich zu der Erkenntnis führen, dass das freisprechende Urteil falsch ist. Zu diesem Zweck sieht der Entwurf die Einführung einer Nummer 5 in <a href="http://dejure.org/gesetze/StPO/362.html"  target="_blank">§ 362 StPO</a> vor. Zur Gewährleistung einer mit Blick auf <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank">Artikel 103 Abs. 3 GG</a> für erforderlich gehaltenen restriktiven Handhabung des neuen Wiederaufnahmegrundeszuungunsten des Angeklagten soll in <a href="http://dejure.org/gesetze/StPO/370.html"  target="_blank">§ 370 StPO</a> vorgesehen werden, dass ein auf ihn gestützter Wiederaufnahmeantrag nur begründet ist, wenn dringende Gründe für die Annahme vorliegen, dass der Freigesprochene verurteilt oder nur deshalb nicht verurteilt werden wird, weil von seiner Schuldunfähigkeit auszugehen ist.</p>
<p align="justify">Die Empfehlung des Rechtsausschusses des Bundesrates kann <a href="http://217.79.215.188/dip21/brd/2007/0655-1-07.pdf"  title="Bundesrat DIP" target="_blank">hier im Informationssystem des Bundesrates</a> abgerufen werden</p>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2010 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org/blog" >Anwalt bloggt</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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