Häufig stellt sich für LKW- und Busfahrer im grenzüberschreitenden Verkehr die Frage, ob Verstöße gegen die Sozialvorschriften, die im Ausland begangen worden sind, auch in Deutschland mit einem Bußgeld geahndet werden können…
Nach § 5 OWiG kann eine Ordnungswidrigkeit die nicht im Geltungsbereich des OWiG begangen wurde nur dann in Deutschland geahndet werden, wenn dies gesetzlich bestimmt ist. Das ist bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten grundsätzlich nicht der Fall. Aber: Nur dann, wenn der Verstoß bei der Einreise nach Deutschland nicht noch andauert bzw. fortwirkt.
Überschreitungen der Lenkzeiten und Verkürzungen der Ruhezeiten wären regelmäßig also dann nicht mehr als Ordnungswidrigkeit des Fahrers ahndbar, wenn der Fahrer vor Einfahrt in das Bundesgebiet mindestens eine ausreichende Tagesruhezeit einlegt. Allerdings ist auch zu beachten, dass die zulässigen Wochenlenkzeiten usw. insgesamt nicht überschritten werden.
Diese (alte) Rechtslage wurde aber durch § 8a Abs. 5 FPersG geändert:
§ 8a Bußgeldvorschriften
(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Unternehmer gegen die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates (ABl. EU Nr. L 102 S. 1) verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig
1. einen Schaffner oder Beifahrer einsetzt, der das in Artikel 5 genannte Mindestalter nicht erreicht hat,
2. nicht dafür sorgt, dass die in Artikel 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und 3 genannten Lenkzeiten, die in Artikel 7 Satz 1 genannte Fahrtunterbrechung und die in Artikel 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4 bis 7 genannten Ruhezeiten vom Fahrer eingehalten werden,
3. entgegen Artikel 16 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Abs. 3 Buchstabe a Halbsatz 1 einen Fahrplan oder einen Arbeitszeitplan nicht, nicht richtig oder nicht vollständig erstellt oder
4. entgegen Artikel 16 Abs. 3 Buchstabe c einen Arbeitszeitplan nicht oder nicht mindestens ein Jahr aufbewahrt.
(2) Ordnungswidrig handelt, wer als Fahrer gegen die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig
1. eine in Artikel 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 oder 3 genannte Lenkzeit, die in Artikel 7 Satz 1 genannte Fahrtunterbrechung oder eine in Artikel 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4, 5, 6 oder 7 genannte Ruhezeit oder Ruhepause nicht einhält,
2. entgegen Artikel 6 Abs. 5 eine andere Arbeit oder eine Bereitschaftszeit nicht, nicht richtig oder nicht in der vorgeschriebenen Weise festhält,
3. entgegen Artikel 12 Satz 2 Art oder Grund einer Abweichung nicht, nicht richtig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig vermerkt oder
4. entgegen Artikel 16 Abs. 2 Unterabs. 2 einen Auszug auf dem Arbeitszeitplan oder eine Ausfertigung des Linienfahrplans nicht mit sich führt.
(3) Ordnungswidrig handelt, wer als Unternehmer, Verlader, Spediteur, Reiseveranstalter oder Fahrervermittler einen Beförderungszeitplan vertraglich vereinbart und nicht sicherstellt, dass dieser Beförderungszeitplan nicht gegen eine in Absatz 2 Nr. 1 genannte Vorschrift verstößt.
(4) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen der Absätze 1 und 3 mit einer Geldbuße bis zu fünfzehntausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.
(5) In den Fällen der Absätze 1 und 2 kann die Ordnungswidrigkeit auch dann geahndet werden, wenn sie nicht im Geltungsbereich dieses Gesetzes begangen wurde.


könne Fahrzeitüberschreitungen, Ruhezeitunterschreitungen ect die in Deutschland begangen wurden im Ausland z.B.: in Polen
geahntet werden.
Was ist bei Fahrzeiteinträgen auf der Fahrerkarte die aus dem Linienvekehr stammen.
nach Meinungen einiger Fahrer,soll man im Ausland bestraft werden,wenn Verstöße der Lenk und Ruhezeit sowie Überschreitung der Schichtzeit zustande gekommen ist.Man kommt mit seinem Fahrzeug zu einer Ladestelle und soll zwei verschiedene Produkte laden,ein Produkt wird sofort verladen,daß andere Produkt ist in der Herstellung noch nicht fertig es wird später verladen,dadurch wurde die Schichtzeit um mehrere Stunden überschritten.Hat man nun eine strafbare Handlung begangen oder wurde aus wirtschaftlichen Gründen gut gehandelt.
In Zeitschriften und Gestzesvorlagen über Wochenendruhezeit liest man 45 Stunden einschließlich einer Tagesruhezeit.Viele Fahrer und Fuhrparkleiter können diesen Wortlaut nicht richtig verstehen er müßte vereinfacht werden damit es jeder begreift.In einem Beiblatt von der BAG herrausgegeben ist ebenfalls der gleiche Wortlaut und bei manchen Kontrollen sind sich die Kontrollbeauftragten nicht einig und wollen Bestrafungen ausprechen.Der Zusatz einschließlich einer Tagesruhezeit ist überflüssig oder sollen noch 11 h Tagesruhezeit dran gehangen werden.