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Ohne Eröffnungsbschluss keine Verurteilung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

In seinem Beschluss vom 11.01.2011 in dem Verfahren 3 StR 484/10 hat der BGH das landgerichtliche Urteil aufgehoben und das Verfahren eingestellt, da sich ein wirksamen Eröffnungsbeschluss nicht in der Akte befand und dies ein Verfahreshinderniss darstellt. → weiter lesen…

Verstoß gegen § 243 Abs. 4 Satz 1 StPO stellt keinen absoluten Revisionsgrund dar

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Nach § 243 IV S. 1 StPO hat der Vorsitzende zu Beginn der Hauptverhandlung mitzuteilen, ob Erörterungen zwischen den Verfahrensbeteiligten nach den §§ 202a, 212 StPO stattgefunden haben. → weiter lesen…

Das letzte Wort des Angeklagten…

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Das Landgericht hatte nach dem Letzten Wort des Angeklagten den Haftbefehl gegen einen Angeklagten aufgehoben und nach Unterbrechung der Hauptverhandlung sein Urteil verkündet. → weiter lesen…

Richter hat keinen Anspruch auf Ausdruck elektronisch eingereichter Dokumente

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Ein Richter sah sich in seiner richterlichen Unabhängigkeit dadurch verletzt, dass ihm elektronisch eingereichte Eingaben zum Handelsregister nicht in ausgedruckter Form zur Bearbeitung vorgelegt werden. Er bat zunächst den Geschäftsleiter des Amtsgerichts zu veranlassen, dass ihm elektronisch eingereichte Eingaben zum Handelsregister zukünftig stets in ausgedruckter Form vorgelegt werden. Dem wurde nicht nachgekommen, so dass hierüber nun letztendlich der Bundesgerichtshof zu entscheiden hatte. → weiter lesen…

Konnexität zwischen Beweismittel und Beweisbehauptung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Ein Beweisantrag i.S.d. § 244 StPO setzt als erstes Erfordernis die konkrete und bestimmte Behauptung einer Tatsache voraus. → weiter lesen…

Kinderpornografie: Richter verliert Ruhegehalt

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Ein Richter wurde per Strafbefehl, der rechtskräftig wurde, wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt. Ihm wurde außerdem als Bewährungsauflage eine Geldbuße von 10.000 € auferlegt. → weiter lesen…

Keine Unfallflucht, wenn Unfallfahrer erst später vom Unfall erfährt und dann davonfährt

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Das Entfernen von einem anderen Ort, an welchem der Täter erstmals vom Unfall erfahren hat, erfüllt nicht den Tatbestand der Unfallflucht. → weiter lesen…

Störung des öffentlichen Friedens

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Der öffentliche Frieden ist dann gestört, wenn das Vertrauen der Bevölkerung in die öffentliche Rechtssicherheit erschüttert wird oder wenn potentielle Täter durch Schaffung eines “psychischen Klimas”, in dem Taten begangen werden können, aufgehetzt werden können. → weiter lesen…

Vollrausch

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Vollrausch setzt voraus, dass der Zustand des Täters seinem ganzen Erscheinungsbild nach als durch den Genuss von Rauschmitteln hervorgerufen anzusehen ist. → weiter lesen…

Sachaufklärung ist wichtiger als Verfahrensbeschleunigung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Die Strafkammer des Landgerichts lehnte einen Beweisantrag der Verteidigung ab, da er zum Zwecke der Prozessverschleppung gestellt worden sei. Zur Begründung führte sie aus: → weiter lesen…

Vorenthalten von Arbeitsentgelt

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Der Bundesgerichthof hat in seinem Beschluss vom 7.10.2010 in dem Verfahren 1 StR 424/10 zum Umfang der erforderlichen Feststellungen bei der Verurteilung wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt i.S.v. § 266a I StGB in Fällen der Nicht-Zahlung ordnungsgemäß angemeldeter Sozialversicherungsbeiträge u.a. wie folgt Stellung genommen: → weiter lesen…

Überfall mit ungeladener Waffe kein schwerer Raub

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Ein Überfall mit einer ungeladenen Waffe stellt keinen schweren Raub dar. → weiter lesen…

Das Revisionsgericht muss hinnehmen, wenn der Tatrichter einen Angeklagten freispricht…

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Das Revisionsgericht muss es grundsätzlich hinnehmen, wenn der Tatrichter einen Angeklagten freispricht, weil er Zweifel an seiner Täterschaft nicht zu überwinden vermag. Die Beweiswürdigung ist Sache des Tatrichters. Ihm allein obliegt es, das Ergebnis der Hauptverhandlung festzustellen und zu würdigen. → weiter lesen…

Schuldanerkenntniss allein keine Grundlage für Strafmilderung wegen Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Hat der Täter das Opfer ganz oder wenigstens zu einem überwiegenden Teil für die tat entschädigt, so kann nach der Vorschrift des § 46a StGB u.a. die Strafe mildern.
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Anrechnung von Freiheitsentziehung in Frankreich

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Ist eine im Ausland verbüßte Haftverbüßung auf eine in Deutschland zu verbüßende Haftstrafe anzurechnen, so hat das Gericht zu entscheiden, in welchem Verhältnis eine Anrechnung zu erfolgen hat. → weiter lesen…

Schwerwiegende Beeinträchtigigung der Lebensgestaltung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Das die Tathandlung der Nachstellung gem. § 238 StGB zu einer schweren Beeinträchtigung der Lebensführung fürhen muss, ergibt sich bereits aus dem Gesetzestext. → weiter lesen…

Angebot milder Strafobergrenzen hat keine Bindungswirkung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Aus einer informellen Vereinbarung über mögliche Rechtsfolgen entsteht weder eine Bindung gemäß § 257c StPO noch ein durch das fair-trial-Gebot geschützter Vertrauenstatbestand. → weiter lesen…

Erwägungen bezüglich der Strafaussetzung zur Bewährung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Versagt das Gericht einem Angeklagten der zu Freiheitsstrafe von 2 Jahren oder weniger verurteilt wird die Strafaussetzung zur Bewährung, so hat es diese Entscheidung auf eine Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten (vgl. BGHSt 29, 319, 324; Fischer aaO § 56 Rdn. 23 m.w.N.) gem. § 56 II StGB zu stützen. → weiter lesen…

Ermächtigung zur Rücknahme eines Rechtsmittels

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Die Ermächtigung des Verteidigers, ein Rechtsmittel zurückzunehmen, bedarf keiner besonderen Form. Es genügt die mündliche Zustimmung des Mandanten. Um diese festzustellen ist regelmäßig die anwaltliche Versicherung, der Mandant habe seine Zustimmung erteilt, ausreichend. → weiter lesen…

Erforderliche Feststellungen beim Betrug bei Bezug von Arbeitslosengeld oder anderen Sozialleistungen

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

In dem vom BGH in seinem Beschluss vom 28.09.2010 (4 StR 307/10 ) überprüften Urteil hatte das Landgerichts den Angeklagten im Hinblick darauf, das er der Bundesagentur für Arbeit eine Arbeitsaufnahme nicht mitgeteilt und weiterhin Arbeitslosengeld nach dem SGB III bezogen haben soll, wegen Betruges verurteilt. → weiter lesen…

Handel mit Betäubungsmitteln: Täterschaft oder Beihilfe

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

In seinem Beschluss vom 5. Oktober 2010 in dem Verfahren 3 StR 339/10 hat der Bundesgerichtshof sich erneut mit der Abgrenzung zwischen (Mit-)täterschfaft und Beihilfe beim verbotenen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln befasst und in den Entscheidungsgründen u.a. folgendes Ausgeführt: → weiter lesen…

Rache als niedriger Beweggrund?

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

In seinem Beschluss vom 25. Oktober 2010 in dem Verfahren 1 StR 57/10 hat der Bundesgerichtshof bezüglich der Frage, ob Rache als niedriger Beweggrund im Sinne des § 211 StGB anzusehen ist, folgendes ausgeführt: → weiter lesen…

Schwere körperliche Mißhandlung

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

Der Bundesgerichtshof hat sich in seinem Urteil vom 15.09.2010 in dem Verfahren 2 StR 395/10 mit dem Begriff der schweren körperlichen Mißhandlung befasst und folgendes ausgeführt:
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Der beschuhte Fuß, ein gefährliches Werkzeug

Entscheidung des Bundesgerichtshofes
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 15.09.2010 in dem Verfahren 2 StR 395/10 erneut Ausführungen zum “beschuhten Fuß” als gefährliches Werkzeug bei der gefährlichen Körperverletzung gemacht:

Die Revision ist begründet. → weiter lesen…

Fehlgeschlagener Versuch oder Rücktritt vom Versuch

Entscheidung des Bundesgerichtshofes

In seinem Beschluß vom 28.09.2010 in dem Verfahren 3 StR 338/10 hat der Bundesgerichtshof sich erneut mit der Abgrenzung zwischen einem fehlgeschlagenen Versuch und dem freiwilligen Rücktritt vom Versuch befasst. → weiter lesen…

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