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	<title>Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht &#187; Lenk- und Ruhezeiten</title>
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	<description>Kanzleiseiten zu Strafverteidigung und mehr: Anwalt bloggt</description>
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		<title>Konkurrenzen bei Lenk- und Ruhezeitverstößen von Fahrer und Unternehmer</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/sonstiges/konkurrenzen-bei-lenk-und-ruhezeitverstosen-von-fahrer-und-unternehmer/1858/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 14:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p> In seiner Entscheidung vom 15.07.2010 in dem Verfahren 2 Ss-OWi 276/10 hat sich das OLG Frankfurt ausführlich mit den Konkurrenzen bei Lenk- und Ruhezeitverstößen von Fahrer und Unternehmer befasst und in den Gründen u.a. folgendes ausgeführt:</p> <p> [...] a) Nach dem festgestellten Sachverhalt ist das Amtsgericht rechtsfehlerfrei zu dem Ergebnis gelangt, dass der Betroffene vorsätzlich gegen das Gebot, als Unternehmer für die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten zu sorgen, verstoßen hat. b) Das Amtsgericht hat dabei das Unterlassen des Betroffenen rechtsfehlerfrei als einen einheitlichen Verstoß gegen § 8a Abs. 1 Nr. 2 FPersG gewertet und nur eine einzige Geldbuße <a href="http://www.sokolowski.org/sonstiges/konkurrenzen-bei-lenk-und-ruhezeitverstosen-von-fahrer-und-unternehmer/1858/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.olg-frankfurt.justiz.hessen.de/"  target="_blank"><img src="http://www.sokolowski.org/blog/wp-content/uploads/2010/05/OLGFrankfurt.gif" alt="Entscheidung des OLG Frankfurt" title="OLG Frankfurt" class="alignright size-full wp-image-1574" /></a><br />
In seiner Entscheidung vom 15.07.2010 in dem Verfahren <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss-OWi 276/10"  target="_blank" title="OLG Frankfurt, 15.07.2010 - 2 Ss OWi 276/10">2 Ss-OWi 276/10</a> hat sich das OLG Frankfurt ausführlich mit den Konkurrenzen bei Lenk- und Ruhezeitverstößen von Fahrer und Unternehmer befasst und in den Gründen u.a. folgendes ausgeführt:<span id="more-1858"></span></p>
<blockquote><p>
 [...]   a) Nach dem festgestellten Sachverhalt ist das Amtsgericht rechtsfehlerfrei zu dem Ergebnis gelangt, dass der Betroffene vorsätzlich gegen das Gebot, als Unternehmer für die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten zu sorgen, verstoßen hat.<br />
    b) Das Amtsgericht hat dabei das Unterlassen des Betroffenen rechtsfehlerfrei als einen einheitlichen Verstoß gegen § 8a Abs. 1 Nr. 2 FPersG gewertet und nur eine einzige Geldbuße festgesetzt. Der Senat hält fest an seiner bisherigen Rechtsprechung, wonach die von dem Unternehmer zu treffenden Maßnahmen (z.B. regelmäßige Belehrungen und wöchentliche Kontrollen des Fahrers) nur Ausfluss einer einheitlichen Aufsichtspflicht, die eine ständige Überwachung des Fahrpersonals gebietet, sind. Ein Anlass, von dieser bereits bzgl. des §§ 7 a Abs. 1 Nr. 3 lit. b, 7 b Abs. 1 Nr. 3 lit. B FPersG a.F. und bzgl. des § 8 Abs. 1 Nr. 1 lit. b FPersG a.F. obergerichtlich vertretenen Rechtsauffassung (OLG Düsseldorf <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW 2008, 930"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">NJW 2008, 930</a>-932; OLG Koblenz, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRS 102, 291"  target="_blank" title="OLG Koblenz, 23.04.2001 - 1 Ss 29/01">VRS 102, 291</a>-296; BayObLG <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRS 92, 238"  target="_blank" title="BayObLG, 26.06.1996 - 3 ObOWi 58/96">VRS 92, 238</a>-240) abzuweichen, besteht nicht. Denn auch bzgl. der seit dem 14. Juli 2007 geltenden Vorschrift des § 8 a FPersG kann ein dem Unternehmer vorzuwerfendes Unterlassen der regelmäßigen Belehrungen und Kontrollen nicht in einzelne rechtliche selbständige Unterlassungen zergliedert werden.<br />
    Dass im Unterschied zu dem Fahrer für den Unternehmer nicht die einzelnen Fahrverstöße maßgebend sein sollen, ergibt sich bereits aus dem Wortlaut der Vorschrift des § 8a Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 Nr. 1 FPersG. Während nämlich ordnungswidrig im Sinne der genannten Vorschrift handelt, wer nicht dafür sorgt, dass die in der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 genannten Lenkzeiten, die genannte Fahrtunterbrechung und die genannten Ruhezeiten vom Fahrer eingehalten werden, handelt der Fahrer ordnungswidrig im Sinne der genannten Vorschrift, wenn er die genannte Lenkzeit, die genannte Fahrtunterbrechung oder die genannte Ruhezeit nicht einhält. Diese Differenzierung innerhalb der Vorschrift des § 8a FPersG legt nahe, dass es sich bei dem Unternehmer um eine einheitliche, umfassende Aufsichts- und Überwachungspflicht handelt, während der Fahrer mit jedem einzelnen Verstoß gegen die Bestimmungen der EU-Vorschrift ordnungswidrig handelt.<br />
    Die von dem Amtsgericht in seinen nicht tragenden Entscheidungsgründen angeführten Bedenken bzgl. einer „einheitlichen Aufsichtspflicht“ greifen nicht, denn es soll entgegen der Annahme des Amtsgerichts gerade keine allumfassende „einheitliche Aufsichtspflicht gegenüber dem Fahrpersonal“ bzw. „einheitliche Aufsichtspflicht nach dem FPersG“ konstruiert werden, sondern – entsprechend dem Wortlaut des § 8 a Abs. 1 Nr. 2 FPersG – allein eine Aufsichtspflicht gegenüber den Fahrern bgzl. des Einhaltens der Lenkzeiten, der notwendigen Fahrtunterbrechung und der notwendigen Ruhezeiten zugrunde gelegt werden. Die Ausgestaltung dieser auf die Einhaltung konkreter Vorschriften bezogenen Aufsichtspflicht ist wiederum abhängig vom Einzelfall und kann sich in regelmäßigen Belehrungen und wöchentlichen Kontrollen erschöpfen oder darüber hinausgehende arbeitsrechtliche Maßnahmen, wie z.B. eine Abmahnung des Fahrers, erfordern.<br />
    Im Hinblick auf die gemäß Verordnung (EG) Nr. 2135/98 erfolgte Einführung des digitalen Aufzeichnungsgerätes und somit der elektronischen Aufzeichnung der Tätigkeiten des Fahrers auf seiner Fahrerkarte über einen Zeitraum von 28 Tagen, welche auch der im Rahmen des § 8 a FPersG maßgeblichen Verordnung (EG) 561/2006 zugrunde liegt, erscheint es jedoch angebracht, die einheitliche Aufsichtspflicht des Unternehmers ebenfalls jeweils auf den sich daraus ergebenden Überwachungszeitraum von 28 Tagen zu erstrecken bzw. zu begrenzen. Dass dieser Überwachungszeitraum auch für nicht mit einem elektronischen Aufzeichnungsgerät ausgerüstete Fahrer maßgebend ist, ergibt sich daraus, dass auch für solche Fahrer gemäß Art. 16 Abs. 3 der Verordnung (EG) 561/2006 ein Arbeitsplan für einen Zeitraum von jeweils 28 Tagen zu erstellen ist. Spätestens nach 28 Tagen ist der Unternehmer somit gehalten, die Einhaltung der Vorschriften anhand der ihm vorliegenden und von ihm aufzubewahrenden Aufzeichnungen zu kontrollieren. Dies lässt es angemessen erscheinen, nach diesem Zeitraum jeweils eine Zäsur bzgl. der einheitlichen Überwachungspflicht des Unternehmers zu setzen. Damit löst sich im Ergebnis auch der von dem Amtsgericht in seinen nicht tragenden Gründen beanstandete Wertungswiderspruch zwischen Ahndung des Fahrers und Ahndung des Unternehmers auf, da ein andauerndes Unterlassen des Unternehmers bzgl. seiner Überwachungspflicht alle 28 Tage einen neuen – zu vorangegangenen Verstößen in Tatmehrheit stehenden &#8211; Aufsichtspflichtverstoß begründet.<br />
[...]</p>
<p>    Das Amtsgericht ist vorliegend – unter Beachtung der Entscheidung des Senats vom 15. Dezember 2009 (Az. 2 Ss-OWi 454/09) davon ausgegangen, dass trotz der Überschneidung der beiden für die Doppelwochenverstöße maßgebenden Tatzeiträume, nämlich 14. April 2008 bis 27. April 2008 einerseits und 21. April 2008 bis 04. Mai 2008 andererseits, keine unzulässige Doppelverwertung vorliegt.<br />
    An der vorgenannten Rechtsprechung hält der Senat nach erneuter Überprüfung indes seit seinem Beschluss vom 13. Juni 2010 (Az. <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss-OWi 17/10"  target="_blank" title="OLG Frankfurt, 13.07.2010 - 2 Ss OWi 17/10">2 Ss-OWi 17/10</a>) nicht mehr fest. Er vertritt nunmehr die Auffassung, dass bei der Betrachtung des Aufzeichnungszeitraums von 28 Tagen zunächst unter Beachtung des Verbots der Doppelbestrafung alle Doppelwochenverstöße zu ermitteln sind, wobei in dem genannten Tatzeitraum maximal zwei – nämlich sich in der Tatzeit nicht überschneidende &#8211; Doppelwochenverstöße denkbar sind, die zueinander in Tatmehrheit stehen; ist es innerhalb der Doppelwochenverstöße zusätzlich zu Wochenverstößen und/oder Tagesverstößen gekommen, stehen diese zu dem jeweiligen Doppelwochenverstoß in Tateinheit (vgl. Senat, Beschl. v. 13. Juni 2010 – <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss-OWi 17/10"  target="_blank" title="OLG Frankfurt, 13.07.2010 - 2 Ss OWi 17/10">2 Ss-OWi 17/10</a>). Kommt es nur zu einem Doppelwochenverstoß, stehen einzelne Wochenverstöße, die nicht von dieser Doppelwoche miterfasst werden, in Tatmehrheit; entsprechendes gilt für Tagesverstöße, die nicht von Doppelwochen und Wochenverstößen miterfasst sind (vgl. Senat a.a.O.).<br />
    Danach ist dem Fahrer im vorliegenden Fall in dem sich insgesamt über drei Wochen erstreckenden Tatzeitraum vom 14. April 2008 bis 04. Mai 2008 nur ein Doppelwochenverstoß anzulasten, nämlich vom 14. April 2008 bis zum 27. April 2008. Die in diese Zeit fallenden Lenkzeitüberschreitungen stehen zu dem Doppelwochenverstoß in Idealkonkurrenz. Die Feststellung eines weiteren Doppelwochenverstoßes – vor oder nach der Doppelwoche vom 14. April bis zum 27. April 2008 &#8211; ist vorliegend nicht möglich, da der verbleibende Tatzeitraum der überprüften 28 Tage weitere volle zwei Wochen vor dem 14. April 2008 oder nach dem 27. April 2008 nicht ergibt.<br />
    Da die „Konkurrenzkorrektur“ bzgl. der dem Fahrer zur Last gelegten Verstöße keine Verringerung des durch den Betroffenen im Rahmen des Verstoßes gegen seine Aufsichtspflicht verwirklichten Tatunrechts bedeutet, vermag der Senat auszuschließen, dass der Tatrichter bei Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Senats eine niedrigere Geldbuße festgesetzt hätte. Gegen die Höhe der vom Amtsgericht verhängten Geldbuße gibt es auch im Übrigen nichts zu erinnern.
</p></blockquote>
<p>Die Entscheidung kann<a href="http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/jportal/portal/t/1k6r/page/bslaredaprod.psml?doc.hl=1&#038;doc.id=JURE100067425%3Ajuris-r02&#038;documentnumber=25&#038;numberofresults=54&#038;showdoccase=1&#038;doc.part=L&#038;paramfromHL=true#focuspoint"  target="_blank"> hier auf den Seiten des Hessenrechts im Volltext</a> abgerufen werden.</p>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		<title>Änderung der Lenk- und Ruhezeiten für Busfahrer ab dem 4.06.2010</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/anderung-der-lenk-und-ruhezeiten-fur-busfahrer-ab-dem-4-06-2010/840/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 21:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Busunternehmer dürften aufatmen. Ab dem 4. Juni 2010 dürfen Busfahrer unter bestimmten Voraussetzungen wieder 12 Tage hintereinander fahren.</p> <p>Die Verordnung (EG) Nr. 1073/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates wurde am 14.11.2009 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie kann hier auf eur-lex abgerufen werden.</p> <p>Neben diversen Änderungen, die am 4. Dezember 2010 in Kraft treten, wird mit Wirkung zum 4. Juni 2010 durch Art. 29 der VO die Verordnung (EG) Nr. 561/2006, in der die Lenk- und Ruhezeiten geregelt sind, wie folgt geändert:</p> <p>Artikel 29 Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1073/2009 In Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/anderung-der-lenk-und-ruhezeiten-fur-busfahrer-ab-dem-4-06-2010/840/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Busunternehmer dürften aufatmen. Ab dem 4. Juni 2010 dürfen Busfahrer unter bestimmten Voraussetzungen wieder 12 Tage hintereinander fahren.<span id="more-840"></span></p>
<p>Die Verordnung (EG) Nr. 1073/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates wurde am 14.11.2009 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:300:0088:0105:DE:PDF"  target="_blank">Sie kann hier auf eur-lex abgerufen werden.</a></p>
<p>Neben diversen Änderungen, die am 4. Dezember 2010 in Kraft treten, wird mit Wirkung zum 4. Juni 2010 durch Art. 29 der VO die Verordnung (EG) Nr. 561/2006, in der die Lenk- und Ruhezeiten geregelt sind, wie folgt geändert:</p>
<blockquote><p>Artikel 29<br />
Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1073/2009<br />
In Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 wird folgender Absatz eingefügt:<br />
„(6a) Abweichend von Absatz 6 darf ein Fahrer, der für einen einzelnen Gelegenheitsdienst im grenzüberschreitenden  Personenverkehr im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 1073/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über gemeinsame Regeln für den Zugang zum Markt des grenzüberschreitenden Personenkraftverkehrs eingesetzt wird, die wöchentliche Ruhezeit auf bis zu 12 aufeinander folgende 24-Stunden-Zeiträume nach einer vorhergehenden regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit unter folgenden Voraussetzungen verschieben:</p>
<p>a) der Dienst dauert mindestens 24 aufeinander folgende Stunden in einem anderen Mitgliedstaat oder unter diese Verordnung fallenden Drittstaat als demjenigen, in dem jeweils der Dienst begonnen wurde;<br />
b) nach der Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung nimmt der Fahrer<br />
i) entweder zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten oder<br />
ii) eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit und eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit von mindestens 24 Stunden. Dabei wird jedoch die Reduzierung durch eine gleichwertige Ruhepause ausgeglichen, die ohne Unterbrechung vor dem Ende der dritten Woche nach dem Ende des Ausnahmezeitraums genommen werden muss;<br />
c) ab dem 1. Januar 2014 ist das Fahrzeug mit einem Kontrollgerät entsprechend den Anforderungen des Anhangs IB der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 ausgestattet und<br />
d) ab dem 1. Januar 2014, sofern das Fahrzeug bei Fahrten während des Zeitraums von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr mit mehreren Fahrern besetzt ist oder die Lenkdauer nach Artikel 7 auf drei Stunden vermindert wird.
</p></blockquote>
<p>Siehe auch:
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		<title>Lenk- und Ruhezeiten-Verstöße im Ausland strafbar?</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-verstose-im-ausland-strafbar-2/520/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 07:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Häufig stellt sich für LKW- und Busfahrer im grenzüberschreitenden Verkehr die Frage, ob Verstöße gegen die Sozialvorschriften, die im Ausland begangen worden sind, auch in Deutschland mit einem Bußgeld geahndet werden können&#8230;</p> <p align="justify"></p> <p>Nach § 5 OWiG kann eine Ordnungswidrigkeit die nicht im Geltungsbereich des OWiG begangen wurde nur dann in Deutschland geahndet werden, wenn dies gesetzlich bestimmt ist. Das ist bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten grundsätzlich nicht der Fall. Aber: Nur dann, wenn der Verstoß bei der Einreise nach Deutschland nicht noch andauert bzw. fortwirkt.</p> <p>Überschreitungen der Lenkzeiten und Verkürzungen der Ruhezeiten wären regelmäßig also dann nicht mehr <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-verstose-im-ausland-strafbar-2/520/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Häufig stellt sich für LKW- und Busfahrer im grenzüberschreitenden Verkehr die Frage, ob Verstöße gegen die Sozialvorschriften, die im Ausland begangen worden sind, auch in Deutschland mit einem Bußgeld geahndet werden können&#8230;<span id="more-520"></span></p>
<p align="justify"><!--more--></p>
<p>Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/5.html"  target="_blank" title="&sect; 5 OWiG: R&auml;umliche Geltung">§ 5 OWiG</a> kann eine Ordnungswidrigkeit die nicht im Geltungsbereich des OWiG begangen wurde nur dann in Deutschland geahndet werden, wenn dies gesetzlich bestimmt ist. Das ist bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten grundsätzlich nicht der Fall. Aber: Nur dann, wenn der Verstoß bei der Einreise nach Deutschland nicht noch andauert bzw. fortwirkt.</p>
<p>Überschreitungen der Lenkzeiten und Verkürzungen der Ruhezeiten wären regelmäßig also dann nicht mehr als Ordnungswidrigkeit des Fahrers ahndbar, wenn der Fahrer vor Einfahrt in das Bundesgebiet mindestens eine ausreichende Tagesruhezeit einlegt. Allerdings ist auch zu beachten, dass die zulässigen Wochenlenkzeiten usw. insgesamt nicht überschritten werden.</p>
<p>Diese (alte) Rechtslage wurde aber durch § 8a Abs. 5 FPersG geändert:</p>
<blockquote><p>§ 8a Bußgeldvorschriften<br />
(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Unternehmer gegen die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates (ABl. EU Nr. L 102 S. 1) verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig<br />
1. einen Schaffner oder Beifahrer einsetzt, der das in Artikel 5 genannte Mindestalter nicht erreicht hat,<br />
2. nicht dafür sorgt, dass die in Artikel 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und 3 genannten Lenkzeiten, die in Artikel 7 Satz 1 genannte Fahrtunterbrechung und die in Artikel 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4 bis 7 genannten Ruhezeiten vom Fahrer eingehalten werden,<br />
3. entgegen Artikel 16 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Abs. 3 Buchstabe a Halbsatz 1 einen Fahrplan oder einen Arbeitszeitplan nicht, nicht richtig oder nicht vollständig erstellt oder<br />
4. entgegen Artikel 16 Abs. 3 Buchstabe c einen Arbeitszeitplan nicht oder nicht mindestens ein Jahr aufbewahrt.<br />
(2) Ordnungswidrig handelt, wer als Fahrer gegen die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig<br />
1. eine in Artikel 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 oder 3 genannte Lenkzeit, die in Artikel 7 Satz 1 genannte Fahrtunterbrechung oder eine in Artikel 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4, 5, 6 oder 7 genannte Ruhezeit oder Ruhepause nicht einhält,<br />
2. entgegen Artikel 6 Abs. 5 eine andere Arbeit oder eine Bereitschaftszeit nicht, nicht richtig oder nicht in der vorgeschriebenen Weise festhält,<br />
3. entgegen Artikel 12 Satz 2 Art oder Grund einer Abweichung nicht, nicht richtig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig vermerkt oder<br />
4. entgegen Artikel 16 Abs. 2 Unterabs. 2 einen Auszug auf dem Arbeitszeitplan oder eine Ausfertigung des Linienfahrplans nicht mit sich führt.<br />
(3) Ordnungswidrig handelt, wer als Unternehmer, Verlader, Spediteur, Reiseveranstalter oder Fahrervermittler einen Beförderungszeitplan vertraglich vereinbart und nicht sicherstellt, dass dieser Beförderungszeitplan nicht gegen eine in Absatz 2 Nr. 1 genannte Vorschrift verstößt.<br />
(4) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen der Absätze 1 und 3 mit einer Geldbuße bis zu fünfzehntausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.<br />
<strong>(5) In den Fällen der Absätze 1 und 2 kann die Ordnungswidrigkeit auch dann geahndet werden, wenn sie nicht im Geltungsbereich dieses Gesetzes begangen wurde.</strong>
</p></blockquote>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Verfassungsbeschwerde gegen Bußgeld wegen Überschreitens der Tageslenkzeiten</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/verfassungsbeschwerde-gegen-busgeld-wegen-uberschreitens-der-tageslenkzeiten/372/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 15:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lenk- und Ruhezeiten]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
		<category><![CDATA[verfassungsbeschwerde]]></category>
		<category><![CDATA[VO (EG) 561/2006]]></category>
		<category><![CDATA[VO (EWG) 3820/85]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sokolowski.org/blog/?p=372</guid>
		<description><![CDATA[<p align="justify">Das Bundesverfassungsgericht hat in dem Verfahren 2 BvR 1817/08 mit Beschluss vom 18. September 2008 die Verfassungsbeschwerde eines Verurteilten der sich gegen seine Verurteilung in einem Bußgeldverfahren wegen Überschreitens der Tageslenkzeiten und mittelbar gegen § 8 Abs. 3 FPersG gewendet hat, nicht zur Entscheidung angenommen.</p> <p>Das Gericht begründet seine Entscheidung wie folgt: </p> <p align="justify">1. Bis zum 10. April 2007 waren die zulässigen Tageslenkzeiten im Güterverkehr in Art. 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 geregelt. Ein Verstoß des Fahrers gegen die dort bestimmten Lenkzeiten wurde durch § 8 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b FPersG in Verbindung mit § <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/verfassungsbeschwerde-gegen-busgeld-wegen-uberschreitens-der-tageslenkzeiten/372/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Das Bundesverfassungsgericht hat in dem Verfahren <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 BvR 1817/08"  target="_blank" title="2 BvR 1817/08 (2 zugeordnete Entscheidungen)">2 BvR 1817/08</a> mit Beschluss  vom 18. September 2008 die Verfassungsbeschwerde eines Verurteilten der sich gegen seine Verurteilung in einem Bußgeldverfahren wegen Überschreitens der Tageslenkzeiten und mittelbar gegen § 8 Abs. 3 FPersG gewendet hat, nicht zur Entscheidung angenommen.</p>
<p>Das Gericht begründet seine Entscheidung wie folgt:<br />
<span id="more-372"></span></p>
<blockquote>
<p align="justify">1. Bis zum 10. April 2007 waren die zulässigen Tageslenkzeiten im Güterverkehr in Art. 6 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 geregelt. Ein Verstoß des Fahrers gegen die dort bestimmten Lenkzeiten wurde durch § 8 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b FPersG in Verbindung mit § 22 Abs. 2 Nr. 3 FPersV als Ordnungswidrigkeit geahndet. Mit Wirkung vom 11. April 2007 ersetzte die VO (EG) Nr. 561/2006 gemäß deren Art. 28 und 29 die VO (EWG) Nr. 3820/85, so dass die Verweisung des § 22 FPersV auf die frühere Verordnung ins Leere ging.</p>
<p align="justify">Mit Wirkung vom 14. Juli 2007 wurde § 8 FPersG um folgenden Absatz 3 ergänzt:</p>
<p align="justify">„(3) Ordnungswidrigkeiten gemäß § 8 des Fahrpersonalgesetzes, die bis zum 10. April 2007 unter Geltung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 begangen wurden, werden abweichend von § <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">4 Abs. 3</a> des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten nach den zum Zeitpunkt der Tat geltenden Bestimmungen geahndet.“</p>
<p align="justify"><a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> lautet:</p>
<p align="justify">„(3) Wird das Gesetz, das bei Beendigung der Handlung gilt, vor der Entscheidung geändert, so ist das mildeste Gesetz anzuwenden.“</p>
<p align="justify">2. Das Regierungspräsidium Gießen erließ am 29. Oktober 2007 einen Bußgeldbescheid wegen Überschreitens der Lenkzeiten in drei Fällen zwischen dem 6. und 12. Dezember 2006. Nach Einspruch gegen den Bußgeldbescheid verurteilte das Amtsgericht Limburg – Zweigstelle Hadamar – am 9. Januar 2008 den Beschwerdeführer zu Geldbußen in Höhen von insgesamt 210 €. Der Beschwerdeführer habe sich wegen Tageslenkzeitüberschreitung gemäß den § 8 Abs. 1 Nr. 2b FPersG a.F., § 22 Abs. 2 Nr. 3 FPersVO, Art. 6 Abs. 1 Unterabs. 1, Art. 7 Abs. 1, Art. 8 Abs. 1 VO (EWG) 3820/85 bußgeldpflichtig gemacht.</p>
<p align="justify">Den Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde verwarf das Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Eine Zulassung der Rechtsbeschwerde zur Fortbildung des Rechts sei nicht geboten, weil die von der Verteidigung als entscheidungserheblich angesprochene Frage der Verfassungswidrigkeit des § 8 Abs. 3 FPersG bereits obergerichtlich entschieden worden sei. Auch der Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung sei nicht gegeben, weil das angefochtene Urteil nicht rechtsfehlerhaft sei.</p>
<p align="justify">3. Der Beschwerdeführer rügt mit seiner Verfassungsbeschwerde die Verletzung von <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> und <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank" title="Art. 3 GG">Art. 3 Abs. 1 GG</a> durch § 8 Abs. 3 FPersG. In der Zeit vom 11. April 2007 bis 14. Juli 2007 hätten die Taten nicht geahndet werden können. Es sei verfassungswidrig, wenn § 8 Abs. 3 FPersG die während des Zwischenzeitraums straflosen Taten rückwirkend wieder zu einer ahndenden Tat mache. Es gehe hier nicht um das „wie lange“ der Strafverfolgung, sondern um einen (Wieder-)„Beginn“ der Strafbarkeit. Der Beschwerdeführer sei durch seine Verurteilung zudem ohne sachlichen Grund schlechter gestellt als die Betroffenen, die in dem Zwischenzeitraum freigesprochen worden seien.<br />
II.
</p>
<p align="justify">Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil ein Annahmegrund gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/BVerfGG/93a.html"  target="_blank" title="&sect; 93a BVerfGG">§ 93a Abs. 2 BVerfGG</a> nicht gegeben ist. Ihr kommt grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung nicht zu. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung von Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten des Beschwerdeführers angezeigt.</p>
<p align="justify">Die Vorschrift des § 8 Abs. 3 FPersG begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.</p>
<p align="justify">1. Das Rückwirkungsverbot des <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> wird durch die Regelung nicht verletzt.</p>
<p align="justify">Nach <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> darf eine Tat nur bestraft werden, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen worden ist. Das Rückwirkungsverbot gilt dabei nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auch für Bußgeldtatbestände (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 38, 348"  target="_blank" title="BVerfG, 04.02.1975 - 2 BvL 5/74: Zweckentfremdung von Wohnraum">BVerfGE 38, 348</a> &lt;371 f.&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 41, 314"  target="_blank" title="BVerfG, 11.02.1976 - 2 BvL 2/73">41, 314</a> &lt;319&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 81, 132"  target="_blank" title="BVerfG, 29.11.1989 - 2 BvR 1491/87">81, 132</a> &lt;135&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 87, 363"  target="_blank" title="BVerfG, 17.11.1992 - 1 BvR 168/89: Sonntagsbackverbot">87, 363</a> &lt;391&gt; ). <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> verbietet nach seinem Wortlaut die rückwirkende Anwendung neuen materiellen Rechts zuungunsten des Täters, besagt aber nichts über die Dauer des Zeitraums, während dessen eine in verfassungsgemäßer Weise für strafbar erklärte Tat verfolgt werden darf, äußert sich also nur über das „von wann an“, nicht jedoch über das „wie lange“ der Strafverfolgung (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 81, 132"  target="_blank" title="BVerfG, 29.11.1989 - 2 BvR 1491/87">BVerfGE 81, 132</a> &lt;135&gt; ). Dies entspricht auch seinem Zweck, nämlich zu verhindern, dass jemand aufgrund eines Gesetzes bestraft wird, das zur Zeit der Tat noch nicht in Kraft war, so dass dem Täter die Strafandrohung nicht bekannt sein konnte (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 25, 269"  target="_blank" title="BVerfG, 26.02.1969 - 2 BvL 15/68: Verfolgungsverj&auml;hrung">BVerfGE 25, 269</a> &lt;284 f.&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 81, 132"  target="_blank" title="BVerfG, 29.11.1989 - 2 BvR 1491/87">81, 132</a> &lt;135&gt; ). Der Einzelne soll von vornherein wissen, was strafrechtlich verboten ist und welche Strafe droht. Dass eine Tat nach ihrer Begehung vorübergehend nicht mit Strafe bedroht war, betrifft daher das verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot nicht (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 81, 132"  target="_blank" title="BVerfG, 29.11.1989 - 2 BvR 1491/87">BVerfGE 81, 132</a> &lt;135&gt;).</p>
<p align="justify">Eine gegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> verstoßende rückwirkende Anwendung von Bußgeldvorschriften zuungunsten des Beschwerdeführers wird durch § 8 Abs. 3 FPersG danach nicht bestimmt. § 8 Abs. 3 FPersG schließt das Prinzip der Meistbegünstigung gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> aus und setzt an dessen Stelle zugleich die Bestimmung, dass für die Sanktionierung der Taten das zum Tatzeitpunkt geltende Recht maßgeblich sein soll. Das Prinzip der Meistbegünstigung in <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> ist dabei – ebenso wie <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/2.html"  target="_blank" title="&sect; 2 StGB: Zeitliche Geltung">§ 2 Abs. 3 StGB</a> – nicht wegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> geboten (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 81, 132"  target="_blank" title="BVerfG, 29.11.1989 - 2 BvR 1491/87">BVerfGE 81, 132</a> &lt;136 f.&gt; ; König, in: Göhler, OWiG, 14. Aufl. 2006, § 4 Rn. 4; Eser, in: Schönke/Schröder, StGB, 27. Aufl. 2006, § 2 Rn. 16), so dass sein Ausschluss durch § 8 Abs. 3 FPersG keinen Verfassungsverstoß begründen kann. Der Beschwerdeführer kann sich deshalb nicht auf die in der von ihm angeführten Literatur dargestellte Reichweite des <a href="http://dejure.org/gesetze/StGB/2.html"  target="_blank" title="&sect; 2 StGB: Zeitliche Geltung">§ 2 Abs. 3 StGB</a> berufen. Im Übrigen lässt § 8 Abs. 3 FPersG sowohl den Unrechtsgehalt wie auch die Folgen eines Verstoßes gegenüber der zum Tatzeitpunkt geltenden Rechtslage unverändert. Die Regelung bewirkt weder eine Strafschärfung noch eine neue Strafbegründung, sondern lediglich, dass durch die im Zeitraum zwischen dem 11. April 2007 und dem 13. Juli 2007 bestehende Ahndungslücke die Verfolgung von vor diesem Zwischenzeitraum begangenen Taten nicht ausgeschlossen wird. Das steht nach dem oben Ausgeführten ebenfalls nicht in Widerspruch zu <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/103.html"  target="_blank" title="Art. 103 GG">Art. 103 Abs. 2 GG</a> (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21. Dezember 2007 &#8211; IV-<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss (OWi) 83/07"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">2 Ss (OWi) 83/07</a> -, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW 2008, S. 930"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">NJW 2008, S. 930</a> &lt;931&gt;; OLG Bamberg, Beschluss vom 4. Dezember 2007 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss OWi 1265/07"  target="_blank" title="OLG Bamberg, 04.12.2007 - 2 Ss OWi 1265/07">2 Ss OWi 1265/07</a> -, DAR 2008, S. 99 &lt;100&gt;; OLG Dresden, Beschluss vom 10. Dezember 2007 &#8211; Ss OWi 557/07 -, DAR 2008, S. 153; OLG Koblenz, Beschluss vom 10. März 2009 &#8211; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2 Ss Bs 6/08"  target="_blank" title="OLG Koblenz, 10.03.2008 - 2 SsBs 6/08">2 Ss Bs 6/08</a> -, <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZV 2008, S. 311"  target="_blank" title="OLG Koblenz, 10.03.2008 - 2 SsBs 6/08">NZV 2008, S. 311</a> &lt;312&gt;).</p>
<p align="justify">2. Der Beschwerdeführer kann sich auch nicht darauf berufen, dass die angegriffenen Entscheidungen gegen den Gleichheitsgrundsatz des <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank" title="Art. 3 GG">Art. 3 Abs. 1 GG</a> verstießen, weil er gegenüber anderen Betroffenen, über deren Verfahren während des Zwischenzeitraums durch Freispruch entschieden wurde, schlechter gestellt sei.</p>
<p align="justify">Die zur Verurteilung des Beschwerdeführers führende Derogation des <a href="http://dejure.org/gesetze/OWiG/4.html"  target="_blank" title="&sect; 4 OWiG: Zeitliche Geltung">§ 4 Abs. 3 OWiG</a> durch § 8 Abs. 3 FPersG verstößt nicht gegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank" title="Art. 3 GG">Art. 3 Abs. 1 GG</a>. Der Gleichheitssatz gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches nicht willkürlich ungleich und wesentlich Ungleiches nicht willkürlich gleich zu behandeln. Dabei bleibt ihm die Auswahl der Parameter überlassen, die für dieselben oder für unterschiedliche Rechtsfolgen den Ausschlag geben sollen, im Rechtssinne also „gleiche“ und „ungleiche“ Sachverhalte schaffen. Ihm kommt eine weitgehende Gestaltungsfreiheit zu, die erst dort endet, wo die ungleiche Behandlung der Lebenssachverhalte nicht mehr mit einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise vereinbar ist, weil ein einleuchtender Grund für die gesetzliche Differenzierung offensichtlich fehlt, es sich demnach um Regelungen handelt, die unter keinem sachlichen Gesichtspunkt gerechtfertigt sind und damit als willkürlich erscheinen (vgl.<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 75, 108"  target="_blank" title="BVerfG, 08.04.1987 - 2 BvR 909/82: K&uuml;nstlersozialversicherungsgesetz">BVerfGE 75, 108</a> &lt;157&gt;; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE 78, 249"  target="_blank" title="BVerfG, 08.06.1988 - 2 BvL 9/85: Fehlbelegungsabgabe">78, 249</a> &lt;287&gt; ; <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGK 2, 149"  target="_blank" title="BVerfG, 26.11.2003 - 2 BvR 1247/01">BVerfGK 2, 149</a> &lt;163&gt;). Ausweislich der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zum Gesetzentwurf soll mit § 8 Abs. 3 FPersG eine ungerechtfertigte Straflosigkeit vermieden werden (vgl. BTDrucks 16/5238, S. 8), mithin ein gesetzgeberisch nicht gewollter Zustand beseitigt werden. Dies stellt eine ausreichende sachliche Erwägung dar, so dass das Willkürverbot durch den Gesetzgeber nicht verletzt worden ist (vgl. OLG Düsseldorf, a.a.O., <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW 2008, S. 930"  target="_blank" title="OLG D&uuml;sseldorf, 21.12.2007 - 2 Ss OWi 83/07">NJW 2008, S. 930</a> &lt;931&gt;).</p>
<p align="justify">Der Beschwerdeführer kann auch nicht deshalb einen Verstoß gegen <a href="http://dejure.org/gesetze/GG/3.html"  target="_blank" title="Art. 3 GG">Art. 3 Abs. 1 GG</a> geltend machen, weil sein Verfahren nicht in dem Zwischenzeitraum der Straflosigkeit entschieden wurde. Die Dauer eines Gerichtsverfahrens hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die von sämtlichen Beteiligten und den objektiven Umständen bestimmt werden. Mangels einer vergleichbaren Ausgangssituation kann sich der Beschwerdeführer daher nicht darauf berufen, dass die Bußgeldverfahren von anderen Betroffenen in kürzerer Zeit mit dem Ergebnis eines Freispruchs abgehandelt worden seien. Der Beschwerdeführer hat auch nicht geltend gemacht, dass das Amtsgericht Limburg die Verhandlung bis zum Inkrafttreten der Neuregelung des § 8 Abs. 3 FPersG bewusst hinausgezögert hätte.</p>
<p align="justify">Von einer weiteren Begründung wird nach <a href="http://dejure.org/gesetze/BVerfGG/93d.html"  target="_blank" title="&sect; 93d BVerfGG">§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG</a> abgesehen.</p>
</blockquote>
<p>Die Entscheidung kann <a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20080918_2bvr181708.html"  target="blank">hier auf den Seiten des BVerfG im Volltext </a>abgerufen werden.</p>
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<table style="border: 0pt none; margin: 0pt; padding: 0pt; border-collapse: separate; width: auto;" border="0">
<tbody>
<tr>
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<div style="margin: 0pt; padding: 0pt; overflow: auto; width: auto;">
<table id="seolinx-paramtable" style="border: 1px solid gray; margin: 0pt; border-collapse: separate;" border="0">
<tbody>
<tr>
<td style="border: 1px solid gray; padding: 2px; background: #f0f0f0 none repeat scroll 0% 0%; color: darkgreen; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; white-space: nowrap;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://toolbarqueries.google.com/favicon.ico" alt="" width="12" height="12" /> PR: <a style="color: blue; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; text-decoration: underline;" title="Google pagerank" href="javascript:{}">wait&#8230;</a></td>
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<td style="border: 1px solid gray; padding: 2px; background: #f0f0f0 none repeat scroll 0% 0%; color: darkgreen; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; white-space: nowrap;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://www.google.com/favicon.ico" alt="" width="12" height="12" /> L: <a style="color: blue; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; text-decoration: underline;" title="Google links" href="javascript:{}">wait&#8230;</a></td>
<td style="border: 1px solid gray; padding: 2px; background: #f0f0f0 none repeat scroll 0% 0%; color: darkgreen; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; white-space: nowrap;"><img style="vertical-align: middle;" src="http://siteexplorer.search.yahoo.com/favicon.ico" alt="" width="12" height="12" /> LD: <a style="color: blue; font-family: Tahoma; font-size: 7pt; font-weight: bold; text-decoration: underline;" title="Yahoo linkdomain" href="javascript:{}">wait&#8230;</a></td>
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</div>
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</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Siehe auch:
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Drittes Gesetz zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes im Bundestag angenommen</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/drittes-gesetz-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes-im-bundestag-angenommen/279/</link>
		<comments>http://www.sokolowski.org/strafrecht/drittes-gesetz-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes-im-bundestag-angenommen/279/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2007 10:41:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[OWiG]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Änderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Lenk- und Ruhezeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[OWi]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/drittes-gesetz-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes-im-bundestag-angenommen/279/</guid>
		<description><![CDATA[<p align="justify">Am 10. Mai 2007 fand die 2. und 3. Lesung des Gesetzes zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes im Bundestag statt.</p> <p align="justify"> Nach Aussprache über den Gesetzentwurf wurde dieser mit den Stimmen der Koalition und des Bündnisses 90/Die Grünen ohne Gegenstimmen und bei Enthaltung der Fraktion der FDP und der Linken in 2. und 3. Lesung angenommen. Es bleibt jetzt noch die Verkündung im Bundesgesetzblatt abzuwarten, da das Gesetz am Tag nach seiner Verkündung in Kraft tritt. </p> <p align="justify"> Die näheren Einzelheiten können hier im Plenarprotokoll 16/097 auf den Seiten des Deutschen Bundestages, der Gesetzesentwurf hier auf den Seiten <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/drittes-gesetz-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes-im-bundestag-angenommen/279/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Am 10. Mai 2007 fand die 2. und 3. Lesung des Gesetzes zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes im Bundestag statt.</p>
<p align="justify"> Nach Aussprache über den Gesetzentwurf wurde dieser mit den Stimmen der Koalition und des Bündnisses 90/Die Grünen ohne Gegenstimmen und bei Enthaltung der Fraktion der FDP und der Linken in 2. und 3. Lesung angenommen.<br />
<span id="more-279"></span><br />
Es bleibt jetzt noch die Verkündung im Bundesgesetzblatt abzuwarten, da das Gesetz am Tag nach seiner Verkündung in Kraft tritt.
</p>
<p align="justify"> Die näheren Einzelheiten können hier <http target="_blank">im Plenarprotokoll 16/097 auf den Seiten des Deutschen Bundestages, der Gesetzesentwurf<a href="http://dip.bundestag.de/btd/16/046/1604691.pdf"  target="_blank"> hier auf den Seiten des Bundestages</a> abgerufen werden.</http></p>
<p>Siehe auch:
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ohne Fahrerkarte in Frankreich &#8211; ggf. kein Bussgeld!</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/ohne-fahrerkarte-in-frankreich-ggf-kein-bussgeld/270/</link>
		<comments>http://www.sokolowski.org/strafrecht/ohne-fahrerkarte-in-frankreich-ggf-kein-bussgeld/270/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2007 17:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
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		<category><![CDATA[LKW]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
		<category><![CDATA[OWiG]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/ohne-fahrerkarte-in-frankreich-ggf-kein-bussgeld/270/</guid>
		<description><![CDATA[<p align="justify">In der letzten Zeit häuften sich Berichte, dass Bus- oder LKWfahrern, die mit einem Fahrzeug ohne digitalem Kontrollgerät in Frankreich ohne Fahrerkarte unterwegs waren, ein Bussgeld in Höhe von 150,00 EUR und teilweise mehr auch dann abgenommen wurde, wennfür den Fahrer noch gar keine Fahrerkarte ausgestellt war.</p> <p align="justify">Diese war rechtswidrig, da die EU-Verordnung ausdrücklich nur die Fahrer zum Mitführen der Fahrerkarte verpflichtet, denen bereits eine Fahrerkarte ausgestellt wurde. </p> <p align="justify">Betroffenen, die entsprechende Probleme bei einer Kontrolle in Frankreich haben, ist dringend zu raten, gegen eine Sanktionierung durch die französischen Behörden Rechtsmittel einzulegen!</p> <p align="justify"> Die IHK Stuttgart <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/ohne-fahrerkarte-in-frankreich-ggf-kein-bussgeld/270/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">In der letzten Zeit häuften sich Berichte, dass Bus- oder LKWfahrern, die mit einem Fahrzeug ohne digitalem Kontrollgerät in Frankreich ohne Fahrerkarte unterwegs waren, ein Bussgeld in Höhe von 150,00 EUR und teilweise mehr auch dann abgenommen wurde, wennfür den Fahrer noch gar keine Fahrerkarte ausgestellt war.</p>
<p align="justify">Diese war rechtswidrig, da die EU-Verordnung ausdrücklich nur die Fahrer zum Mitführen der Fahrerkarte verpflichtet, denen bereits eine Fahrerkarte ausgestellt wurde.<br />
<span id="more-270"></span>
</p>
<p align="justify">Betroffenen, die entsprechende Probleme bei einer Kontrolle in Frankreich haben, ist dringend zu raten, gegen eine Sanktionierung durch die französischen Behörden Rechtsmittel einzulegen!</p>
<p align="justify"> Die IHK Stuttgart hat nun ein Schreiben des Französischen Verkehrsministeriums veröffentlicht, in dem festgestellt sind, das Fahrer, denen noch keine Fahrerkarte ausgestellt wurde nicht zum Mitführen einer Fahrerkarte verpflichtet sind, sofern das Fahrzeug noch mit einem alten Kontrollgerät ausgestattet ist.<br />
Das Schreiben kann hier auf den <a target="_blank" href="http://de.sitestat.com/hk/stuttgart/s?servicemarken.Anlagen.Digitacho_Frankreich&amp;category=Internet&amp;ns_type=pdf&amp;ns_url=%5Bhttp://www.stuttgart.ihk24.de/SIHK24/SIHK24/servicemarken/Anlagen/Digitacho_Frankreich.pdf%5D%20target=_blank" >Seiten der IHK Stuttgart</a> abgerufen werden.
</p>
<p align="justify"> Es empfielt sich, das Schreiben auszudrucken und bei Fahrten nach Frankreich mitzuführen.</p>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Übersicht der Lenk- und Ruhezeiten nach VO (EG) 561/2006</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/verkehrsstrafrecht/ubersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-5612006/261/</link>
		<comments>http://www.sokolowski.org/strafrecht/verkehrsstrafrecht/ubersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-5612006/261/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Apr 2007 09:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[OWiG]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Änderung]]></category>
		<category><![CDATA[Bußgeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Lenk- und Ruhezeiten]]></category>
		<category><![CDATA[LKW]]></category>
		<category><![CDATA[OWi]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidiger]]></category>
		<category><![CDATA[VO (EG) 561/2006]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachfolgend ein Überblick der Lenk- und Ruhezeiten für Bus- und LKW-Fahrer nach der am 11.04.2007 in Kraft getretenen VO (EG) 561/2006. ... <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/verkehrsstrafrecht/ubersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-5612006/261/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachfolgend ein Überblick der Lenk- und Ruhezeiten für Bus- und LKW-Fahrer nach der am 11.04.2007 in Kraft getretenen VO (EG) 561/2006.<br />
<span id="more-261"></span></p>
<ol>
<li>Tägliche Lenkzeit
<ul>
<li>Maximal 9 Stunden</li>
<li>Zwei mal pro Woche Erhöhung auf 10Stunden zulässig</li>
</ul>
</li>
<li>Wochenlenkzeiten
<ul>
<li>Höchstens 56 Stunden pro Woche</li>
<li>Jedoch höchstens 90 Stunden in zwei aufeinanderfolgenden Wochen</li>
</ul>
</li>
<li>Lenkzeitunterbrechung
<ul>
<li> Mindestens 45 Minunten nach 4 1/2 Stunden Lenkzeit</li>
<li>
Aufteilung in einen Abschnitt Abschnitt von 15 Minuten, gefolgt von einem Abschnitt von 30 Minuten ist zulässig (Drei Pausen à 15 Minuten sind nicht mehr zulässig!)
</li>
</ul>
</li>
<li>Tägliche Ruhezeit
<ul>
<li>Mindestens 11 Stunden</li>
<li>
Eine Verkürzung der Täglichen Ruhezeit auf 9 Stunden ist nun 3 mal zwischen 2 wöchentlichen Ruhezeiten möglich. Ein Ausgleich ist entgegen der früheren Rechtslage nicht mehr erforderlich.
</li>
<li>
Es ist auch eine Aufteilung der täglichen Ruhezeit in 2 Abschnitte möglich. Dann sind aber insgesamt mindestens 12 Stunden Ruhezeit einzuhalten, wobei zunächst 3 und sodann 9 Stunden Tagesruhezeit zu nehmen sind.
</li>
<li>
Bei Mehrfahrerbetrieb ist eine Tagesruhezeit von mindestens 9 Stunden innerhalb eines 30-Stunden-Zeitraums zu nehmen
</li>
</ul>
</li>
<li>Wöchentliche Ruhezeit
<ul>
<li>
Mindestens 45 Stunden einschließlich einer Tagesruhezeit
</li>
<li>
Eine Verkürzung auf 24 Stunden ist möglich, dann muss aber innerhalb eines Zeitraums von 2 Wochen mindestens folgendes eingehalten werden:
</li>
</ul>
<ul>
<li>2 Ruhezeiten von mindestens 45 Stunden oder</li>
<li> 1 Ruhezeit von mindestens 45 Szunden zuzüglich 1 Ruhezeit von mindestens 24 Stunden. Aussdem ist ein Ausgleich innerhalb von 3 Wochen erforderlich.</li>
</ul>
</li>
<li>
Die wöchentliche Ruhezeit ist nach sechs 24-Stunden-Zeiträumen einzulegen. Hier gibt es entgegen der vorherigen Rechtlage <del datetime="2011-10-27T08:31:06+00:00">keine Ausnahme mehr</del> nur noch <a href="http://www.sokolowski.org/?p=840"  title="Änderung der Lenk- und Ruhezeiten für Busfahrer ab dem 4.06.2010">Ausnahmen für Busfahrer im grenzüberschreitenden Verkehr</a>. <del datetime="2011-10-27T08:31:06+00:00">Das Fahrzeug</del> <em>Der Fahrer</em> muss also zwingend am 7. Tag stehen!
</li>
<li>
AETR (Europäisches Übereinkommen über die Arbeit des im internationalen Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonals)</p>
<ul>
<li>
Achtung: Anstelle der fahrpersonalrechtlichen Bestimmungen der VO (EG) Nr. 561/2006 gelten weiterhin die Vorschriften des AETR für die gesamte Fahrstrecke bei Fahrten, die streckenweise außerhalb der EU, des EWR oder der Schweiz erfolgen, sofern das Fahrzeug in der EU, dem EWR oder einem AETR-Staat zugelassen ist (Art. 2 Abs. 3a der VO (EG) Nr. 561/2006).
</li>
<li>
Ist das Fahrzeug außerhalb dieser Staaten zugelassen, gelten die Vorschriften des AETR nur für die Streckenabschnitte, die innerhalb der EU, des EWR oder eines AETR-Staates liegen (Art. 2 Abs. 3 der VO (EG) Nr. 561/2006).
</li>
<li>
Die Vorschriften des AETR stimmen nahezu vollständig mit den bisherigen Bestimmungen aus der VO (EWG) 3820/85 überein.
</li>
</ul>
</li>
</ol>
<p>siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/anderung-der-lenk-und-ruhezeiten-fur-busfahrer-ab-dem-4-06-2010/840/" >Änderung der Lenk- und Ruhezeiten für Busfahrer ab dem 4. Juni 2010</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/entwurf-eines-dritten-gesetzes-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes/249/" >Gesetzesentwurf</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/sonstiges/geanderte-lenk-und-ruhezeitbestimmungen-ab-11-april-2007-2/241/" >VO</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-nach-einfuhrung-des-%c2%a7-21a-arbzg/242/" >ArbZG</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/" >Bussgeld</a></li>
</ul>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Keine Lenk- und Ruhezeiten mehr für Bus- und LKW-Fahrer?</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/</link>
		<comments>http://www.sokolowski.org/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 08:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[OWiG]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
		<category><![CDATA[Änderung]]></category>
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		<category><![CDATA[Bus]]></category>
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		<category><![CDATA[OWi]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 11. April ist die neue EU-Verordnung bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten in Kraft getreten. Der Gesetzgeber hat jedoch bislang lediglich einen Gesetzentwurf zur Umsetzung vorgelegt. ... <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 11. April ist die neue EU-Verordnung bezüglich der Lenk-  und Ruhezeiten in Kraft getreten.<span id="more-260"></span><br />
<span style="color: #ff0000;">ACHTUNG, DIE NACHFOLGENDE INFORMATION IST ÜBERHOLT!</span></p>
<p>Der Gesetzgeber hat jedoch bislang lediglich einen Gesetzentwurf zur Umsetzung vorgelegt <a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/entwurf-eines-dritten-gesetzes-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes/249/" >(siehe hier)</a>.</p>
<p><!--more--><br />
Das erste Amtsgericht hat nun die Auffassung vertreten, dass selbst Altfälle, soweit diese noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sind, nicht mehr mit einem Bußgeld belegt werden können, da die alte Verordnung am 11. April ausser Kraft getreten ist, die neue jedenfalls Bußgeldrechtlich noch nicht den Einzug in das deutsche Recht gefunden habe&#8230;<br />
&#8230;die Materie bleibt spannend. Jedenfalls empfielt es sich jeden Bussgeldbescheid genauestens zu prüfen und im Zweifelsfall anzufechten.</p>
<p>Was was soll man nun LKW- oder Busfahrern sowie Fuhrunternehmern bezüglich der Lenk- und Ruhezeiten raten?<br />
Auch wenn zweifelhaft ist, ob ein Verstoß gegen die neuen Lenk- und Ruhezeitenvorschriften derzeit als Ordnungswidrigkeit ahndbar ist, empfielt es sich, diese einzuhalten und die Fahrtenplanung hiernach auszurichten.</p>
<p>siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/entwurf-eines-dritten-gesetzes-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes/249/" >Gesetzesentwurf</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/sonstiges/geanderte-lenk-und-ruhezeitbestimmungen-ab-11-april-2007-2/241/" >VO</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-nach-einfuhrung-des-%c2%a7-21a-arbzg/242/" >ArbZG</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/ubersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-5612006/261/" >Übersicht der Lenk- und Ruhezeiten</a></li>
</ul>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/entwurf-eines-dritten-gesetzes-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes/249/</link>
		<comments>http://www.sokolowski.org/strafrecht/entwurf-eines-dritten-gesetzes-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes/249/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2007 06:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[OWiG]]></category>
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		<category><![CDATA[VO (EG) 561/2006]]></category>
		<category><![CDATA[VO (EWG) 3821/85]]></category>

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		<description><![CDATA[<p align="justify">Die Bundesregierung hat nunmehr den Entwurf des Dritten Gesetzes zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes vorgelegt. Mit diesem Gesetz soll insbesondere die zum 11. April 2007 in Kraft tretende Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates umgesetzt werden. Ausserdem werden Anpassungen vorgenommen, die aufgrund der Einführung des digitalen Kontrollgerätes für erforderlich erachtet werden. </p> <p align="justify"> Der Gesetzentwurf, der im Volltext hier abgerufen werden <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/entwurf-eines-dritten-gesetzes-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes/249/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Die Bundesregierung hat nunmehr den Entwurf  des Dritten Gesetzes zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes vorgelegt. Mit diesem Gesetz soll insbesondere die zum 11. April 2007 in Kraft tretende Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates umgesetzt werden. Ausserdem werden Anpassungen vorgenommen, die aufgrund der Einführung des digitalen Kontrollgerätes für erforderlich erachtet werden.<br />
<span id="more-249"></span>
</p>
<p align="justify"> Der Gesetzentwurf, der im <a href="http://dip.bundestag.de/btd/16/046/1604691.pdf"  target="_blank">Volltext hier abgerufen </a>werden kann, lautet wie folgt:</p>
<p>Deutscher Bundestag Drucksache 16/4691<br />
16. Wahlperiode 15.03.2007<br />
Gesetzentwurf<br />
der Bundesregierung</p>
<p align="justify"> Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes<br />
Vom &#8230;<br />
Der Bundestag hat das folgende Gesetz beschlossen:<br />
Artikel 1<br />
Änderung des Fahrpersonalgesetzes<br />
Das Fahrpersonalgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 640), zuletzt geändert durch Artikel 290 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407), wird wie folgt geändert:<br />
1. § 2 wird wie folgt geändert:<br />
a) Nummer 1 wird wie folgt geändert:<br />
aa) Im Satzteil vor Buchstabe a werden die Wörter ,,der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr (ABl. EG Nr. L 370 S. 1) sowie der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr (ABl. EG Nr. L 370 S. 8)‘‘ durch die Wörter ,,der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates (ABl. EU Nr. L 102 S. 1), der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr (ABl. EG Nr. L 370 S. <img src='http://www.sokolowski.org/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt='8)' class='wp-smiley' /> sowie der Richtlinie 2006/22/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über die Mindestbedingungen für die Durchführung der Verordnungen (EWG) Nr. 3820/85 und (EWG) Nr. 3821/85 des Rates über Sozialvorschriften für Tätigkeiten im Kraftverkehr sowie zur Aufhebung der Richtlinie 88/599/EWG des Rates (ABl. EU Nr. L 102 S. 35)‘‘ ersetzt.<br />
bb) In Buchstabe c wird das Wort ,,Lenkzeitunterbrechungen‘‘ durch das Wort &#8220;Fahrtunterbrechungen‘‘ ersetzt.<br />
cc) Im Satzteil nach Buchstabe e wird die Angabe ,,Artikeln 5, 6, 7, 11, 13 und 17 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85‘‘ durch die Angabe ,,Artikeln 5, 6, 7, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 21 und 22 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006‘‘ ersetzt.<br />
b) Nach Nummer 1 wird folgende Nummer 1a eingefügt:<br />
,,1a. zur Durchführung des Artikels 5 Abs. 1, 2 und 4 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr (ABl. EG Nr. L 370 S. 1), in der jeweils geltenden Fassung, Rechtsverordnungen über die Organisation, das Verfahren und die Mittel der Überwachung der Durchführung dieser Regelung zu erlassen,‘‘<br />
c) In Nummer 3 Buchstabe a und e wird das Wort ,,Lenkzeitunterbrechungen‘‘ jeweils durch das Wort ,,Fahrtunterbrechungen‘‘ ersetzt.<br />
2. § 4 wird wie folgt geändert:<br />
a) In Absatz 1 wird nach der Angabe ,,Verordnungen (EWG) Nr. 3820/85,‘‘ die Angabe ,,(EG) Nr. 561/2006,‘‘ eingefügt.<br />
b) Absatz 3 wird wie folgt geändert:<br />
aa) In Satz 2 werden vor dem Wort ,,Tätigkeitsnachweise‘‘ die Wörter ,,Schaublätter und‘‘ eingefügt.<br />
bb) Satz 6 wird wie folgt gefasst:<br />
,,Der Unternehmer hat die von den Fahrerkarten und den Massenspeichern kopierten Daten unter Berücksichtigung der Grundsätze des Satzes 12 ein Jahr ab dem Zeitpunkt des Kopierens zu speichern.‘‘<br />
cc) Nach Satz 6 wird folgender Satz 7 eingefügt:<br />
,,Der Unternehmer hat die Schaublätter im Sinne des Artikels 14 Abs. 2 der Verordnung (EWG)  Nr. 3821/85 ein Jahr ab dem Zeitpunkt der Aushändigung aufzubewahren.‘‘<br />
dd) Die bisherigen Sätze 7 bis 11 werden die Sätze 8 bis 12.<br />
ee) Im neuen Satz 8 werden nach dem Wort ,,Daten‘‘ das Wort ,,unverzüglich‘‘ und nach dem Wort ,,löschen‘‘ die Wörter ,,und die Schaublätter unverzüglich zu vernichten‘‘ eingefügt.<br />
ff) Im neuen Satz 11 wird die Angabe ,,Artikel 15 Abs. 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85‘‘ durch die Angabe ,,Artikel 10 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006‘‘ ersetzt.<br />
3. Nach § 4b wird folgender § 4c eingefügt:<br />
,,§ 4c Auskünfte aus dem Kontrollgerätkartenregister<br />
(1) Durch Abruf im automatisierten Verfahren dürfen aus dem Kontrollgerätkartenregister die nach § 12 der Fahrpersonalverordnung gespeicherten Daten für Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausgabe und Kontrolle von Fahrerkarten nach der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 an die hierfür zuständigen Behörden und Stellen im Inland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz übermittelt werden.<br />
(2) Die zuständigen Kontrollbehörden und -stellen dürfen die nach § 12 der Fahrpersonalverordnung gespeicherten Daten im automatisierten Verfahren abrufen, soweit die Kenntnis dieser Daten für Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausgabe und Kontrolle von Fahrerkarten nach der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 erforderlich ist. Die Daten dürfen nur für diese Zwecke verwendet werden. Die Daten sind zu löschen, soweit sie zur Aufgabenerfüllung nicht mehr erforderlich sind.‘‘<br />
(3) Die für das Kontrollgerätkartenregister zuständige Stelle hat zu gewährleisten, dass die Übermittlung der Daten zumindest durch geeignete Stichprobenverfahren festgestellt und überprüft werden kann.<br />
4. § 8 Abs. 1 wird wie folgt geändert:<br />
a) Nummer 1 wird wie folgt geändert:<br />
aa) In Buchstabe b wird die Angabe ,,Verordnung (EWG) Nr. 3820/85‘‘ gestrichen.<br />
bb) Buchstabe e wird wie folgt gefasst:<br />
,,e) entgegen § 4 Abs. 3 Satz 6 dort genannte Daten nicht, nicht richtig oder nicht für die vorgeschriebene Dauer speichert,‘‘.<br />
cc) Nach Buchstabe e wird folgender Buchstabe f eingefügt:<br />
,,f) entgegen § 4 Abs. 3 Satz 7 ein Schaublatt nicht oder nicht für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt,‘‘.<br />
dd) Die bisherigen Buchstaben f bis i werden die Buchstaben g bis j.<br />
ee) Der neue Buchstabe g wird wie folgt gefasst:<br />
,,g)entgegen § 4 Abs. 3 Satz 8 dort genannte Daten nicht oder nicht rechtzeitig löscht oder ein Schaublatt nicht oder nicht rechtzeitig vernichtet,‘‘.<br />
ff) Im neuen Buchstaben h wird die Angabe ,,§ 4 Abs. 3 Satz 8‘‘ durch die Angabe ,,§ 4 Abs. 3 Satz 9‘‘ ersetzt.<br />
b) In Nummer 2 Buchstabe b wird die Angabe ,,Verordnung (EWG) Nr. 3820/85‘‘ gestrichen.<br />
5. Nach § 8 wird folgender § 8a eingefügt:<br />
,,§ 8a Bußgeldvorschriften<br />
(1) Ordnungswidrig handelt, wer als Unternehmer gegen die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates (ABl. EU Nr. L 102 S. 1) verstößt, indem er vorsätzlich oder fahrlässig<br />
1. einen Schaffner oder Beifahrer einsetzt, der das in Artikel 5 genannte Mindestalter nicht erreicht hat,<br />
2. nicht dafür sorgt, dass die in Artikel 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und 3 genannten Lenkzeiten, die in Artikel 7 Satz 1 genannte Fahrtunterbrechung und die in Artikel 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4, 5 und 6 genannten Ruhezeiten vom Fahrer eingehalten werden,</p>
<p>3. entgegen Artikel 16 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Abs. 3 Buchstabe a Halbsatz 1 einen Fahrplan oder einen Arbeitszeitplan nicht, nicht richtig oder nicht vollständig erstellt oder</p>
<p>4. entgegen Artikel 16 Abs. 3 Buchstabe c einen Arbeitszeitplan nicht oder nicht mindestens ein Jahr aufbewahrt.<br />
(2) Ordnungswidrig handelt, wer als Fahrer gegen die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 verstößt,<br />
indem er vorsätzlich oder fahrlässig<br />
1. eine in Artikel 6 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 oder 3 genannte Lenkzeit, die in Artikel 7 Satz 1 genannte Fahrtunterbrechung oder eine in Artikel 8 Abs. 2 Satz 1, Abs. 4, 5, 6 oder 7 genannte Ruhezeit oder Ruhepause nicht einhält,<br />
2. entgegen Artikel 6 Abs. 5 eine andere Arbeit oder eine Bereitschaftszeit nicht, nicht richtig oder nicht in der vorgeschriebenen Weise festhält,<br />
3. entgegen Artikel 12 Satz 2 Art oder Grund einer Abweichung nicht, nicht richtig, nicht in der vorgeschriebenen Weise oder nicht rechtzeitig vermerkt oder<br />
4. entgegen Artikel 16 Abs. 2 Unterabs. 2 einen Auszug auf dem Arbeitszeitplan oder eine Ausfertigung des Linienfahrplans nicht mit sich führt.<br />
(3) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 mit einer Geldbuße bis zu fünfzehntausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.‘‘<br />
Artikel 2<br />
Neubekanntmachung des Fahrpersonalgesetzes<br />
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung kann den Wortlaut des Fahrpersonalgesetzes in der vom Inkrafttreten dieses Gesetzes an geltenden Fassung im Bundesgesetzblatt bekannt machen.<br />
Artikel 3<br />
Inkrafttreten<br />
Dieses Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft.</p>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Lenk- und Ruhezeiten nach Einführung des § 21a ArbZG</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2007 19:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Strafrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Inkrafttreten des § 21a des Arbeitszeitgesetzes scheint bei den Kraftfahrern einige Unsicherheit zu herrschen. Hier nun ein Versuch, die Änderungen verständlich aufzuzeigen. <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-nach-einfuhrung-des-%c2%a7-21a-arbzg/242/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Seit Inkrafttreten des § <a href="http://dejure.org/gesetze/ArbZG/21a.html"  target="_blank" title="&sect; 21a ArbZG: Besch&auml;ftigung im Stra&szlig;entransport">21a</a> des Arbeitszeitgesetzes scheint bei den Kraftfahrern einige Unsicherheit zu herrschen. Hier nun ein Versuch, die Änderungen verständlich aufzuzeigen.</p>
<p align="justify"> Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass das Arbeitszeitgesetz im Gegensatz zu der VO EWG Nr. 3820/85 bzw. ab 11. April 2007 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 nur für Arbeitnehmer, nicht aber für Selbständige gilt.<span id="more-242"></span></p>
<p align="justify"> <a href="http://dejure.org/gesetze/ArbZG/21a.html"  target="_blank" title="&sect; 21a ArbZG: Besch&auml;ftigung im Stra&szlig;entransport">§ 21a IV  ArbZG</a> bestimmt, dass die Arbeitszeit 48 Stunden wöchentlich grundsätzlich nicht überschreiten darf, wobei eine Woche Montags um 0.00 Uhr beginnt. Die Arbeitszeit kann jedoch auf bis zu 60 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von vier Kalendermonaten oder 16 Wochen im Durchschnitt 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden.</p>
<p align="justify"> Es ist also bei Überschreitung der 48-Stunden-Woche jeweils zu prüfen bzw. Sicherzustellen, dass in einem Zeitraum von 16 Wochen nicht mehr als 768 Stunden gearbeitet werden.</p>
<p align="justify"> Gleichzeitig gelten aber die Höchstlenkzeiten aus der VO (EWG) Nr. 3820/85 bzw. ab 11. 4 2007 der VO (EG) Nr. 561/2006 sowie dem FPersG und der FPersV weiter. So darf beispielsweise nach Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 die wöchentliche Lenkzeit 56 Stunden nicht überschreiten. Bei maximaler Ausnutzung dieser 56 Stunden Lenkzeit und der wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 60 Stunden könnte die Fahrerin oder der Fahrer in der betreffenden Woche noch 4 Stunden andere Arbeiten leisten, z.B. Be- und Entladen, Verwaltungstätigkeiten im Büro).<br />
So darf beispielsweise nach Artikel 6 Absatz 2 der VO (EG) Nr. 561/2006 die wöchentliche Lenkzeit 56 Stunden nicht überschreiten. Bei maximaler Ausnutzung dieser Lenkzeit könnte der Arbeitnehmer in der laufenden Woche noch vier Stunden lang andere Arbeiten, zum Beispiel Ladetätigkeiten, übernehmen.
</p>
<p align="justify"> Die Arbeitszeit, zu der die Pausen nicht gezählt werden, darf täglich 10 Stunden nicht übersteigen. Für Arbeitnehmer, die sich beim Fahren abwechseln, wird die während der Fahrt neben dem Fahrer oder in einer Schlafkabine verbrachte Zeit nicht mitgerechnet.</p>
<p align="justify"> Die Tageslenkzeit darf weiterhin neun Stunden nicht überschreiten, zweimal pro Woche jedoch auf zehn Stunden ausgedehnt werden.</p>
<p align="justify"> Die ununterbrochene Lenkzeit darf 4,5 Stunden nicht überschreiten. Nach 4,5 Stunden ununterbrochener Lenkzeit muss der Fahrer eine Ruhezeit von mindestens 45 Minuten einhalten. Bis zum 6.4.2007 darf diese Pausen in Teilpausen von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Ab dem 7.4.2007 muss die erste Pause mindestens 15 und die zweite Pause mindestens 30 Minuten betragen.</p>
<p align="justify"> Vorstehende Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere sind auch die Vorschriften über die Ruhezeiten zu beachten. Für die Richtigkeit wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an den Anwalt Ihres Vertrauens&#8230;</p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify">Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/anderung-der-lenk-und-ruhezeiten-fur-busfahrer-ab-dem-4-06-2010/840/" >Änderung der Lenk- und Ruhezeiten für Busfahrer ab dem 4.06.2010</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/drittes-gesetz-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes-im-bundestag-angenommen/279/" >Drittes Gesetz zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes im Bundestag angenommen</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/ubersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-5612006/261/"  title="Übersicht der Lenk- und Ruhezeiten nach VO (EG) 561/2006">Übersicht der Lenk- und Ruhezeiten nach VO (EG) 561/2006</a></li>
<li><a href="http://http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/"  title="Lenk- und Ruhezeiten nach Einführung des § 21a ArbZG">Keine Lenk- und Ruhezeiten mehr für Bus- und LKW-Fahrer?</a></li>
<li><a href="http://http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/arbeitszeitgesetz-anderung-fur-bus-und-lkw-fahrer/231/"  title="Arbeitszeitgesetz, Änderung für Bus- und LKW-Fahrer">Arbeitszeitgesetz, Änderung für Bus- und LKW-Fahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/sonstiges/geanderte-lenk-und-ruhezeitbestimmungen-ab-11-april-2007-2/241/"  title="Geänderte Lenk- und Ruhezeitbestimmungen ab 11. April 2007">Geänderte Lenk- und Ruhezeitbestimmungen ab 11. April 2007</a></li>
</ul>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geänderte Lenk- und Ruhezeitbestimmungen ab 11. April 2007</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jan 2007 07:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Strafrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
		<category><![CDATA[OWiG]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>
		<category><![CDATA[2007]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum 11. April 2007 tritt die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates komplett in Kraft. Die Lenk- und Ruhezeitenbestimmungen werden hierin neu wie folgt geregelt: ... <a href="http://www.sokolowski.org/sonstiges/geanderte-lenk-und-ruhezeitbestimmungen-ab-11-april-2007-2/241/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum 11. April 2007 tritt die Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates komplett in Kraft.<br />
<span id="more-241"></span><br />
Die Lenk- und Ruhezeitenbestimmungen werden hierin neu wie folgt geregelt:<br />
Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates   vom 15. März 2006  zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates</p>
<p>DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DER RAT DER EUROPÄISCHEN UNION —<br />
gestützt auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere auf Artikel 71,  auf Vorschlag der Kommission [1],  nach Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses [2],  nach Anhörung des Ausschusses der Regionen,</p>
<p>gemäß dem Verfahren des Artikels 251 des Vertrags [3], im Hinblick auf den vom Vermittlungsausschuss am 8. Dezember 2005 gebilligten Gemeinsamen Entwurf,<br />
in Erwägung nachstehender Gründe:</p>
<p>(1) Durch die Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr [4] sollten die Wettbewerbsbedingungen zwischen Binnenverkehrsträgern, insbesondere im Straßenverkehrsgewerbe, harmonisiert und die Arbeitsbedingungen und die Sicherheit im Straßenverkehr verbessert werden. Die in diesen Bereichen erzielten Fortschritte sollten gewahrt und ausgebaut werden.<br />
(2) Nach der Richtlinie 2002/15/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2002 zur Regelung der Arbeitszeit von Personen, die Fahrtätigkeiten im Bereich des Straßentransports ausüben [5], sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, Maßnahmen zur Beschränkung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit des Fahrpersonals zu erlassen.<br />
(3) Es hat sich als schwierig erwiesen, gewisse Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 über Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten von Fahrern im nationalen und grenzüberschreitenden Straßenverkehr innerhalb der Gemeinschaft in allen Mitgliedstaaten einheitlich auszulegen, anzuwenden, durchzusetzen und zu überwachen, weil die Bestimmungen zu allgemein gehalten sind.<br />
(4) Eine wirksame und einheitliche Durchführung dieser Bestimmungen ist wünschenswert, damit ihre Ziele erreicht werden und ihre Anwendung nicht in Misskredit gerät. Daher sind klarere und einfachere Vorschriften nötig, die sowohl vom Straßenverkehrsgewerbe als auch den Vollzugsbehörden leichter zu verstehen, auszulegen und anzuwenden sind.<br />
(5) Durch die in dieser Verordnung vorgesehenen Maßnahmen in Bezug auf die Arbeitsbedingungen sollte das Recht der Sozialpartner, im Zuge von Tarifverhandlungen oder in anderer Weise günstigere Bedingungen für die Arbeitnehmer festzulegen, nicht beeinträchtigt werden.<br />
(6) Es ist wünschenswert, den Geltungsbereich dieser Verordnung klar zu bestimmen, indem die Hauptarten der von ihr erfassten Fahrzeuge aufgeführt werden.<br />
(7) Diese Verordnung sollte für Beförderungen im Straßenverkehr, die entweder ausschließlich innerhalb der Gemeinschaft oder aber zwischen der Gemeinschaft, der Schweiz und den Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum getätigt werden, gelten.<br />
 (8) Das Europäische Übereinkommen über die Arbeit des im internationalen Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonals (im Folgenden &#8220;AETR&#8221; genannt) vom 1. Juli 1970 in seiner geänderten Fassung sollte weiterhin Anwendung finden auf die Beförderung von Gütern und Personen im Straßenverkehr mit Fahrzeugen, die in einem Mitgliedstaat oder einem Staat, der Vertragspartei des AETR ist, zugelassen sind, und zwar für die gesamte Strecke von Fahrten zwischen der Gemeinschaft und einem Drittstaat außer der Schweiz und der Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder durch einen solchen Staat hindurch. Es ist unabdingbar, dass das AETR so schnell wie möglich, im Idealfall innerhalb von zwei Jahren nach Inkrafttreten dieser Verordnung, geändert wird, um dessen Bestimmungen an diese Verordnung anzupassen.<br />
(9) Bei Beförderungen im Straßenverkehr mit Fahrzeugen, die in einem Drittstaat zugelassen sind, der nicht Vertragspartei des AETR ist, sollte das AETR für den Teil der Fahrstrecke gelten, der innerhalb der Gemeinschaft oder innerhalb von Staaten liegt, die Vertragsparteien des AETR sind.<br />
(10) Da der Gegenstand des AETR in den Geltungsbereich dieser Verordnung fällt, ist die Gemeinschaft für die Aushandlung und den Abschluss dieses Übereinkommens zuständig.<br />
(11) Erfordert eine Änderung der innergemeinschaftlichen Regeln auf dem betreffenden Gebiet eine entsprechende Änderung des AETR, so sollten die Mitgliedstaaten gemeinsam handeln, um eine solche Änderung des AETR nach dem darin vorgesehenen Verfahren so schnell wie möglich zu erreichen.<br />
(12) Das Verzeichnis der Ausnahmen sollte aktualisiert werden, um den Entwicklungen im Kraftverkehrssektor im Laufe der letzten neunzehn Jahre Rechnung zu tragen.<br />
(13) Alle wesentlichen Begriffe sollten umfassend definiert werden, um die Auslegung zu erleichtern und eine einheitliche Anwendung dieser Verordnung zu gewährleisten. Daneben muss eine einheitliche Auslegung und Anwendung dieser Verordnung seitens der einzelstaatlichen Kontrollbehörden angestrebt werden. Die Definition des Begriffs &#8220;Woche&#8221; in dieser Verordnung sollte Fahrer nicht daran hindern, ihre Arbeitswoche an jedem beliebigen Tag der Woche aufzunehmen.<br />
(14) Um eine wirksame Durchsetzung zu gewährleisten, ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die zuständigen Behörden bei Straßenkontrollen nach einer Übergangszeit in der Lage sein sollten, die ordnungsgemäße Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten des laufenden Tages und der vorausgehenden 28 Tage zu kontrollieren.<br />
(15) Die grundlegenden Vorschriften über die Lenkzeiten müssen klarer und einfacher werden, um eine wirksame und einheitliche Durchsetzung mit Hilfe des digitalen Fahrtenschreibers nach der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr [6] und der vorliegenden Verordnung zu ermöglichen. Außerdem sollten sich die Vollzugsbehörden der Mitgliedstaaten in einem Ständigen Ausschuss um Einvernehmen über die Durchführung dieser Verordnung bemühen.<br />
(16) Nach den Vorschriften der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 war es möglich, die täglichen Lenkzeiten und Fahrtunterbrechungen so zu planen, dass Fahrer zu lange ohne eine vollständige Fahrtunterbrechung fahren konnten, was zu Beeinträchtigungen der Straßenverkehrssicherheit und schlechteren Arbeitsbedingungen für die Fahrer geführt hat. Es ist daher angebracht, sicherzustellen, dass aufgeteilte Fahrtunterbrechungen so angeordnet werden, dass Missbrauch verhindert wird.</p>
<p>(17) Mit dieser Verordnung sollen die sozialen Bedingungen für die von ihr erfassten Arbeitnehmer sowie die allgemeine Straßenverkehrssicherheit verbessert werden. Dazu dienen insbesondere die Bestimmungen über die maximale Lenkzeit pro Tag, pro Woche und pro Zeitraum von zwei aufeinander folgenden Wochen, die Bestimmung über die Verpflichtung der Fahrer, mindestens einmal in jedem Zeitraum von zwei aufeinander folgenden Wochen eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit zu nehmen, und die Bestimmungen, wonach eine tägliche Ruhezeit unter keinen Umständen einen ununterbrochenen Zeitraum von neun Stunden unterschreiten sollte. Da diese Bestimmungen angemessene Ruhepausen garantieren, ist unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit der praktischen Durchführung in den vergangenen Jahren ein Ausgleichssystem für reduzierte tägliche Ruhezeiten nicht mehr notwendig.<br />
(18) Viele Beförderungen im innergemeinschaftlichen Straßenverkehr enthalten Streckenabschnitte, die mit Fähren oder auf der Schiene zurückgelegt werden. Für solche Beförderungen sollten deshalb klare und sachgemäße Bestimmungen über die täglichen Ruhezeiten und Fahrtunterbrechungen festgelegt werden.<br />
(19) Angesichts der Zunahme des grenzüberschreitenden Güter- und Personenverkehrs ist es im Interesse der Straßenverkehrssicherheit und einer besseren Durchsetzung von Straßenkontrollen und Kontrollen auf dem Betriebsgelände von Unternehmen wünschenswert, dass auch die in anderen Mitgliedstaaten oder Drittstaaten angefallenen Lenkzeiten, Ruhezeiten und Fahrtunterbrechungen kontrolliert werden und festgestellt wird, ob die entsprechenden Vorschriften in vollem Umfang und ordnungsgemäß eingehalten wurden.<br />
(20) Die Haftung von Verkehrsunternehmen sollte zumindest für Verkehrsunternehmen gelten, die juristische oder natürliche Personen sind, ohne jedoch die Verfolgung natürlicher Personen auszuschließen, die Verstöße gegen diese Verordnung begehen, dazu anstiften oder Beihilfe leisten.<br />
(21) Fahrer, die für mehrere Verkehrsunternehmen tätig sind, müssen jedes dieser Unternehmen angemessen informieren, damit diese ihren Pflichten aus dieser Verordnung nachkommen können.<br />
(22) Zur Förderung des sozialen Fortschritts und zur Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit sollte jeder Mitgliedstaat das Recht behalten, bestimmte zweckmäßige Maßnahmen zu treffen.<br />
(23) Nationale Abweichungen sollten die Änderungen im Kraftverkehrssektor widerspiegeln und sich auf jene Elemente beschränken, die derzeit keinem Wettbewerbsdruck unterliegen.<br />
(24) Die Mitgliedstaaten sollten Vorschriften für Fahrzeuge erlassen, die zur Personenbeförderung im Linienverkehr dienen, wenn die Strecke nicht mehr als 50 km beträgt. Diese Vorschriften sollten einen angemessenen Schutz in Form von erlaubten Lenkzeiten und vorgeschriebenen Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten bieten.</p>
<p>(25) Im Interesse einer wirksamen Durchsetzung dieser Verordnung ist es wünschenswert, dass alle inländischen und grenzüberschreitenden Personenlinienverkehrsdienste unter Einsatz eines Standardkontrollgeräts kontrolliert werden.</p>
<p>(26) Die Mitgliedstaaten sollten Sanktionen festlegen, die bei Verstößen gegen diese Verordnung zu verhängen sind, und deren Durchsetzung gewährleisten. Diese Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig, abschreckend und nicht diskriminierend sein. Die Möglichkeit, ein Fahrzeug bei einem schweren Verstoß stillzulegen, sollte in das gemeinsame Spektrum möglicher Maßnahmen der Mitgliedstaaten aufgenommen werden. Die in dieser Verordnung enthaltenen Bestimmungen über Sanktionen oder Verfahren sollten nationale Beweislastregeln unberührt lassen.</p>
<p>(27) Im Interesse einer klaren und wirksamen Durchsetzung dieser Verordnung sind einheitliche Bestimmungen über die Haftung von Verkehrsunternehmen und Fahrern bei Verstößen gegen diese Verordnung wünschenswert. Diese Haftung kann in den Mitgliedstaaten gegebenenfalls strafrechtliche, zivilrechtliche oder verwaltungsrechtliche Sanktionen zur Folge haben.</p>
<p>(28) Da das Ziel dieser Verordnung, nämlich die Festlegung eindeutiger gemeinsamer Vorschriften über Lenk- und Ruhezeiten, auf Ebene der Mitgliedstaaten nicht ausreichend erreicht werden kann und daher wegen der Notwendigkeit koordinierter Maßnahmen besser auf Gemeinschaftsebene zu erreichen ist, kann die Gemeinschaft im Einklang mit dem in Artikel 5 des Vertrags niedergelegten Subsidiaritätsprinzip tätig werden. Entsprechend dem in demselben Artikel genannten Verhältnismäßigkeitsprinzip geht diese Verordnung nicht über das für die Erreichung dieses Ziels erforderliche Maß hinaus.</p>
<p>(29) Die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Maßnahmen sollten gemäß dem Beschluss 1999/468/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission übertragenen Durchführungsbefugnisse [7] erlassen werden.</p>
<p>(30) Da die Bestimmungen zum Mindestalter der Fahrer in der Richtlinie 2003/59/EG [8] geregelt worden sind und bis 2009 umgesetzt werden müssen, braucht diese Verordnung lediglich Übergangsbestimmungen für das Mindestalter des Fahrpersonals zu enthalten.</p>
<p>(31) Die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 sollte geändert werden, um die besonderen Verpflichtungen der Verkehrsunternehmen und der Fahrer klar herauszustellen sowie um die Rechtssicherheit zu fördern und die Durchsetzung der maximalen Lenk- und Ruhezeiten durch Straßenkontrollen zu erleichtern.</p>
<p>(32) Die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 sollte auch geändert werden, um die Rechtssicherheit hinsichtlich der neuen Termine für die Einführung digitaler Fahrtenschreiber und für die Verfügbarkeit von Fahrerkarten zu fördern.</p>
<p>(33) Mit der Einführung des Aufzeichnungsgeräts gemäß Verordnung (EG) Nr. 2135/98 und somit der elektronischen Aufzeichnung der Tätigkeiten des Fahrers auf seiner Fahrerkarte über einen Zeitraum von 28 Tagen und des Fahrzeugs über einen Zeitraum von 365 Tagen wird in Zukunft eine schnellere und umfassendere Kontrolle auf der Straße ermöglicht.</p>
<p>(34) Die Richtlinie 88/599/EWG [9] schreibt für Kontrollen auf der Straße lediglich die Kontrolle der Tageslenkzeiten, der täglichen Ruhezeit sowie der Fahrtunterbrechungen vor. Mit der Einführung eines digitalen Aufzeichnungsgeräts werden die Daten des Fahrers und des Fahrzeuges elektronisch gespeichert und erlauben eine elektronische Auswertung der Daten vor Ort. Dies sollte mit der Zeit eine einfache Kontrolle der regelmäßigen und reduzierten täglichen Ruhezeiten und der regelmäßigen und reduzierten wöchentlichen Ruhezeiten sowie der Ausgleichsruhepausen ermöglichen.</p>
<p>(35) Die Erfahrung zeigt, dass eine Einhaltung der Bestimmungen dieser Verordnung und insbesondere der vorgeschriebenen maximalen Lenkzeit über einen Zeitraum von zwei Wochen nur durchgesetzt werden kann, wenn wirksame und effektive Kontrollen des gesamten Zeitraums durchgeführt werden.</p>
<p>(36) Die Anwendung der gesetzlichen Vorschriften betreffend digitale Tachografen sollte im Einklang mit dieser Verordnung erfolgen, um eine optimale Wirksamkeit bei der Überwachung und Durchsetzung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr zu erreichen.</p>
<p>(37) Aus Gründen der Klarheit und Rationalisierung sollte die Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 aufgehoben und durch diese Verordnung ersetzt werden —</p>
<p>HABEN FOLGENDE VERORDNUNG ERLASSEN:</p>
<p align="justify">&nbsp;KAPITEL I</p>
<p align="justify">&nbsp;EINLEITENDE BESTIMMUNGEN</p>
<p align="justify">&nbsp;Artikel 1</p>
<p align="justify">&nbsp;Durch diese Verordnung werden Vorschriften zu den Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten für Kraftfahrer im Straßengüter- und <font face="Times New Roman">‐</font>personenverkehr festgelegt, um die Bedingungen für den Wettbewerb zwischen Landverkehrsträgern, insbesondere im Straßenverkehrsgewerbe, anzugleichen und die Arbeitsbedingungen sowie die Straßenverkehrssicherheit zu verbessern. Ziel dieser Verordnung ist es ferner, zu einer besseren Kontrolle und Durchsetzung durch die Mitgliedstaaten sowie zu einer besseren Arbeitspraxis innerhalb des Straßenverkehrsgewerbes beizutragen.</p>
<p align="justify">&nbsp;Artikel 2</p>
<p align="justify">&nbsp;(1) Diese Verordnung gilt für folgende Beförderungen im Straßenverkehr:</p>
<p align="justify">&nbsp;a) Güterbeförderung mit Fahrzeugen, deren zulässige Höchstmasse einschließlich Anhänger oder Sattelanhänger 3,5 t übersteigt, oder</p>
<p align="justify">&nbsp;b) Personenbeförderung mit Fahrzeugen, die für die Beförderung von mehr als neun Personen einschließlich des Fahrers konstruiert oder dauerhaft angepasst und zu diesem Zweck bestimmt sind.</p>
<p align="justify">&nbsp;(2) Diese Verordnung gilt unabhängig vom Land der Zulassung des Fahrzeugs für Beförderungen im Straßenverkehr</p>
<p align="justify">&nbsp;a) ausschließlich innerhalb der Gemeinschaft oder</p>
<p align="justify">&nbsp;b) zwischen der Gemeinschaft, der Schweiz und den Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum.</p>
<p align="justify">&nbsp;(3) Das AETR gilt anstelle dieser Verordnung für grenzüberschreitende Beförderungen im Straßenverkehr, die teilweise außerhalb der in Absatz 2 genannten Gebiete erfolgen,</p>
<p align="justify">&nbsp;a) im Falle von Fahrzeugen, die in der Gemeinschaft oder in Staaten, die Vertragsparteien des AETR sind, zugelassen sind, für die gesamte Fahrstrecke;</p>
<p align="justify">&nbsp;b) im Falle von Fahrzeugen, die in einem Drittstaat, der nicht Vertragspartei des AETR ist, zugelassen sind, nur für den Teil der Fahrstrecke, der im Gebiet der Gemeinschaft oder von Staaten liegt, die Vertragsparteien des AETR sind.</p>
<p align="justify">&nbsp;Die Bestimmungen des AETR sollten an die Bestimmungen dieser Verordnung angepasst werden, damit die wesentlichen Bestimmungen dieser Verordnung über das AETR auf solche Fahrzeuge für den auf Gemeinschaftsgebiet liegenden Fahrtabschnitt angewendet werden können.</p>
<p align="justify">&nbsp;Artikel 3</p>
<p align="justify">&nbsp;Diese Verordnung gilt nicht für Beförderungen im Straßenverkehr mit folgenden Fahrzeugen:</p>
<p align="justify">&nbsp;a) Fahrzeuge, die zur Personenbeförderung im Linienverkehr verwendet werden, wenn die Linienstrecke nicht mehr als 50 km beträgt;</p>
<p align="justify">&nbsp;b) Fahrzeuge mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 40 km/h;</p>
<p align="justify">&nbsp;c) Fahrzeuge, die Eigentum der Streitkräfte, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr oder der für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zuständigen Kräfte sind oder von ihnen ohne Fahrer angemietet werden, sofern die Beförderung aufgrund der diesen Diensten zugewiesenen Aufgaben stattfindet und ihrer Aufsicht unterliegt;</p>
<p align="justify">&nbsp;d) Fahrzeuge — einschließlich Fahrzeuge, die für nichtgewerbliche Transporte für humanitäre Hilfe verwendet werden —, die in Notfällen oder bei Rettungsmaßnahmen verwendet werden;</p>
<p align="justify">&nbsp;e) Spezialfahrzeuge für medizinische Zwecke;</p>
<p align="justify">&nbsp;f) spezielle Pannenhilfefahrzeuge, die innerhalb eines Umkreises von 100 km um ihren Standort eingesetzt werden;</p>
<p align="justify">&nbsp;g) Fahrzeuge, mit denen zum Zweck der technischen Entwicklung oder im Rahmen von Reparatur- oder Wartungsarbeiten Probefahrten auf der Straße durchgeführt werden, sowie neue oder umgebaute Fahrzeuge, die noch nicht in Betrieb genommen worden sind;</p>
<p align="justify">&nbsp;h) Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t, die zur nichtgewerblichen Güterbeförderung verwendet werden;</p>
<p align="justify">&nbsp;i) Nutzfahrzeuge, die nach den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dem sie verwendet werden, als historisch eingestuft werden und die zur nichtgewerblichen Güter- oder Personenbeförderung verwendet werden.</p>
<p align="justify">&nbsp;Artikel 4</p>
<p align="justify">&nbsp;Im Sinne dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck</p>
<p align="justify">&nbsp;a) &#8220;Beförderung im Straßenverkehr&#8221; jede ganz oder teilweise auf einer öffentlichen Straße durchgeführte Fahrt eines zur Personen- oder Güterbeförderung verwendeten leeren oder beladenen Fahrzeugs;</p>
<p align="justify">&nbsp;b) &#8220;Fahrzeug&#8221; ein Kraftfahrzeug, eine Zugmaschine, einen Anhänger oder Sattelanhänger oder eine Kombination dieser Fahrzeuge gemäß den nachstehenden Definitionen:</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;Kraftfahrzeug&#8221;: jedes auf der Straße verkehrende Fahrzeug mit Eigenantrieb, das normalerweise zur Personen- oder Güterbeförderung verwendet wird, mit Ausnahme von dauerhaft auf Schienen verkehrenden Fahrzeugen;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;Zugmaschine&#8221;: jedes auf der Straße verkehrende Fahrzeug mit Eigenantrieb, das speziell dafür ausgelegt ist, Anhänger, Sattelanhänger, Geräte oder Maschinen zu ziehen, zu schieben oder zu bewegen, mit Ausnahme von dauerhaft auf Schienen verkehrenden Fahrzeugen;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;Anhänger&#8221;: jedes Fahrzeug, das dazu bestimmt ist, an ein Kraftfahrzeug oder eine Zugmaschine angehängt zu werden;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;Sattelanhänger&#8221;: ein Anhänger ohne Vorderachse, der so angehängt wird, dass ein beträchtlicher Teil seines Eigengewichts und des Gewichts seiner Ladung von der Zugmaschine oder vom Kraftfahrzeug getragen wird;</p>
<p align="justify">&nbsp;c) &#8220;Fahrer&#8221; jede Person, die das Fahrzeug, sei es auch nur kurze Zeit, selbst lenkt oder sich in einem Fahrzeug befindet, um es — als Bestandteil seiner Pflichten — gegebenenfalls lenken zu können;</p>
<p align="justify">&nbsp;d) &#8220;Fahrtunterbrechung&#8221; jeden Zeitraum, in dem der Fahrer keine Fahrtätigkeit ausüben und keine anderen Arbeiten ausführen darf und der ausschließlich zur Erholung genutzt wird;</p>
<p align="justify">&nbsp;e) &#8220;andere Arbeiten&#8221; alle in Artikel 3 Buchstabe a der Richtlinie 2002/15/EG als &#8220;Arbeitszeit&#8221; definierten Tätigkeiten mit Ausnahme der Fahrtätigkeit sowie jegliche Arbeit für denselben oder einen anderen Arbeitgeber, sei es inner- oder außerhalb des Verkehrssektors;</p>
<p align="justify">&nbsp;f) &#8220;Ruhepause&#8221; jeden ununterbrochenen Zeitraum, in dem ein Fahrer frei über seine Zeit verfügen kann;</p>
<p align="justify">&nbsp;g) &#8220;tägliche Ruhezeit&#8221; den täglichen Zeitraum, in dem ein Fahrer frei über seine Zeit verfügen kann und der eine &#8220;regelmäßige tägliche Ruhezeit&#8221; und eine &#8220;reduzierte tägliche Ruhezeit&#8221; umfasst;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;regelmäßige tägliche Ruhezeit&#8221; eine Ruhepause von mindestens 11 Stunden. Diese regelmäßige tägliche Ruhezeit kann auch in zwei Teilen genommen werden, wobei der erste Teil einen ununterbrochenen Zeitraum von mindestens 3 Stunden und der zweite Teil einen ununterbrochenen Zeitraum von mindestens 9 Stunden umfassen muss;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;reduzierte tägliche Ruhezeit&#8221; eine Ruhepause von mindestens 9 Stunden, aber weniger als 11 Stunden;</p>
<p align="justify">&nbsp;h) &#8220;wöchentliche Ruhezeit&#8221; den wöchentlichen Zeitraum, in dem ein Fahrer frei über seine Zeit verfügen kann und der eine &#8220;regelmäßige wöchentliche Ruhezeit&#8221; und eine &#8220;reduzierte wöchentliche Ruhezeit&#8221; umfasst;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;regelmäßige wöchentliche Ruhezeit&#8221; eine Ruhepause von mindestens 45 Stunden;</p>
<p align="justify">&nbsp;- &#8220;reduzierte wöchentliche Ruhezeit&#8221; eine Ruhepause von weniger als 45 Stunden, die vorbehaltlich der Bedingungen des Artikels 8 Absatz 6 auf eine Mindestzeit von 24 aufeinander folgenden Stunden reduziert werden kann;</p>
<p align="justify">&nbsp;i) &#8220;Woche&#8221; den Zeitraum zwischen Montag 00.00 Uhr und Sonntag 24.00 Uhr;</p>
<p align="justify">&nbsp;j) &#8220;Lenkzeit&#8221; die Dauer der Lenktätigkeit, aufgezeichnet entweder:</p>
<p align="justify">&nbsp;- vollautomatisch oder halbautomatisch durch Kontrollgeräte im Sinne der Anhänge I und I B der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85, oder</p>
<p align="justify">&nbsp;- von Hand gemäß den Anforderungen des Artikels 16 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85;</p>
<p align="justify">&nbsp;k) &#8220;Tageslenkzeit&#8221; die summierte Gesamtlenkzeit zwischen dem Ende einer täglichen Ruhezeit und dem Beginn der darauf folgenden täglichen Ruhezeit oder zwischen einer täglichen und einer wöchentlichen Ruhezeit;</p>
<p align="justify">&nbsp;l) &#8220;Wochenlenkzeit&#8221; die summierte Gesamtlenkzeit innerhalb einer Woche;</p>
<p align="justify">&nbsp;m) &#8220;zulässige Höchstmasse&#8221; die höchstzulässige Masse eines fahrbereiten Fahrzeugs einschließlich Nutzlast;</p>
<p align="justify">&nbsp;n) &#8220;Personenlinienverkehr&#8221; inländische und grenzüberschreitende Verkehrsdienste im Sinne des Artikels 2 der Verordnung (EWG) Nr. 684/92 des Rates vom 16. März 1992 zur Einführung gemeinsamer Regeln für den grenzüberschreitenden Personenverkehr mit Kraftomnibussen [10];</p>
<p align="justify">&nbsp;o) &#8220;Mehrfahrerbetrieb&#8221; den Fall, in dem während der Lenkdauer zwischen zwei aufeinander folgenden täglichen Ruhezeiten oder zwischen einer täglichen und einer wöchentlichen Ruhezeit mindestens zwei Fahrer auf dem Fahrzeug zum Lenken eingesetzt sind. Während der ersten Stunde des Mehrfahrerbetriebs ist die Anwesenheit eines anderen Fahrers oder anderer Fahrer fakultativ, während der restlichen Zeit jedoch obligatorisch;</p>
<p align="justify">&nbsp;p) &#8220;Verkehrsunternehmen&#8221; jede natürliche oder juristische Person und jede Vereinigung oder Gruppe von Personen ohne Rechtspersönlichkeit mit oder ohne Erwerbszweck sowie jede eigene Rechtspersönlichkeit besitzende oder einer Behörde mit Rechtspersönlichkeit unterstehende offizielle Stelle, die Beförderungen im Straßenverkehr gewerblich oder im Werkverkehr vornimmt;</p>
<p align="justify">&nbsp;q) &#8220;Lenkdauer&#8221; die Gesamtlenkzeit zwischen dem Zeitpunkt, zu dem ein Fahrer nach einer Ruhezeit oder einer Fahrtunterbrechung beginnt, ein Fahrzeug zu lenken, und dem Zeitpunkt, zu dem er eine Ruhezeit oder Fahrtunterbrechung einlegt. Die Lenkdauer kann ununterbrochen oder unterbrochen sein.</p>
<p align="justify">&nbsp;KAPITEL II</p>
<p align="justify">&nbsp;FAHRPERSONAL, LENKZEITEN, FAHRTUNTERBRECHUNGEN UND RUHEZEITEN</p>
<p align="justify">&nbsp;Artikel 5</p>
<p align="justify">&nbsp;(1) Das Mindestalter für Schaffner beträgt 18 Jahre.</p>
<p align="justify">&nbsp;(2) Das Mindestalter für Beifahrer beträgt 18 Jahre. Die Mitgliedstaaten können jedoch das Mindestalter für Beifahrer unter folgenden Bedingungen auf 16 Jahre herabsetzen:</p>
<p align="justify">&nbsp;a) Die Beförderung im Straßenverkehr erfolgt innerhalb eines Mitgliedstaats in einem Umkreis von 50 km vom Standort des Fahrzeugs, einschließlich des Verwaltungsgebiets von Gemeinden, deren Zentrum innerhalb dieses Umkreises liegt,</p>
<p align="justify">&nbsp;b) die Herabsetzung erfolgt zum Zwecke der Berufsausbildung und</p>
<p align="justify">&nbsp;c) die von den arbeitsrechtlichen Bestimmungen des jeweiligen Mitgliedstaates vorgegebenen Grenzen werden eingehalten.</p>
<p align="justify">&nbsp;Artikel 6</p>
<p align="justify">&nbsp;(1) Die tägliche Lenkzeit darf 9 Stunden nicht überschreiten.</p>
<p align="justify">&nbsp;Die tägliche Lenkzeit darf jedoch höchstens zweimal in der Woche auf höchstens 10 Stunden verlängert werden.</p>
<p align="justify">&nbsp;(2) Die wöchentliche Lenkzeit darf 56 Stunden nicht überschreiten und nicht dazu führen, dass die in der Richtlinie 2002/15/EG festgelegte wöchentliche Höchstarbeitszeit überschritten wird.</p>
<p align="justify">&nbsp;(3) Die summierte Gesamtlenkzeit während zweier aufeinander folgender Wochen darf 90 Stunden nicht überschreiten.</p>
<p align="justify">&nbsp;(4) Die tägliche und die wöchentliche Lenkzeit umfassen alle Lenkzeiten im Gebiet der Gemeinschaft oder im Hoheitsgebiet von Drittstaaten.</p>
<p align="justify">&nbsp;(5) Der Fahrer muss die Zeiten im Sinne des Artikels 4 Buchstabe e sowie alle Lenkzeiten in einem Fahrzeug, das für gewerbliche Zwecke außerhalb des Anwendungsbereichs der vorliegenden Verordnung verwendet wird, als andere Arbeiten festhalten; ferner muss er die seit seiner letzten täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit verbrachten Bereitschaftszeiten im Sinne des Artikels 15 Absatz 3 Buchstabe c der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 festhalten. Diese Zeiten sind entweder handschriftlich auf einem Schaublatt oder einem Ausdruck einzutragen oder manuell in das Kontrollgerät einzugeben.</p>
<p> Artikel 7<br />
<font size="3"> </font><br />
 Nach einer Lenkdauer von viereinhalb Stunden hat ein Fahrer eine ununterbrochene Fahrtunterbrechung von wenigstens 45 Minuten einzulegen, sofern er keine Ruhezeit einlegt.<br />
<font size="3"> </font><br />
 Diese Unterbrechung kann durch eine Unterbrechung von mindestens 15 Minuten, gefolgt von einer Unterbrechung von mindestens 30 Minuten, ersetzt werden, die in die Lenkzeit so einzufügen sind, dass die Bestimmungen des Absatzes 1 eingehalten werden.<br />
<font size="3"> </font><br />
 Artikel 8<br />
<font size="3"> </font><br />
 (1) Der Fahrer muss tägliche und wöchentliche Ruhezeiten einhalten.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (2) Innerhalb von 24 Stunden nach dem Ende der vorangegangenen täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit muss der Fahrer eine neue tägliche Ruhezeit genommen haben.<br />
<font size="3"> </font><br />
 Beträgt der Teil der täglichen Ruhezeit, die in den 24-Stunden-Zeitraum fällt, mindestens 9 Stunden, jedoch weniger als 11 Stunden, so ist die fragliche tägliche Ruhezeit als reduzierte tägliche Ruhezeit anzusehen.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (3) Eine tägliche Ruhezeit kann verlängert werden, so dass sich eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit oder eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit ergibt.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (4) Der Fahrer darf zwischen zwei wöchentlichen Ruhezeiten höchstens drei reduzierte tägliche Ruhezeiten einlegen.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (5) Abweichend von Absatz 2 muss ein im Mehrfahrerbetrieb eingesetzter Fahrer innerhalb von 30 Stunden nach dem Ende einer täglichen oder wöchentlichen Ruhezeit eine neue tägliche Ruhezeit von mindestens 9 Stunden genommen haben.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (6) In zwei jeweils aufeinander folgenden Wochen hat der Fahrer mindestens folgende Ruhezeiten einzuhalten:<br />
<font size="3"> </font><br />
 &#8211; zwei regelmäßige wöchentliche Ruhezeiten oder<br />
<font size="3"> </font><br />
 &#8211; eine regelmäßige wöchentliche Ruhezeit und eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit von mindestens 24 Stunden. Dabei wird jedoch die Reduzierung durch eine gleichwertige Ruhepause ausgeglichen, die ohne Unterbrechung vor dem Ende der dritten Woche nach der betreffenden Woche genommen werden muss.<br />
<font size="3"> </font><br />
 Eine wöchentliche Ruhezeit beginnt spätestens am Ende von sechs 24-Stunden-Zeiträumen nach dem Ende der vorangegangenen wöchentlichen Ruhezeit.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (7) Jede Ruhepause, die als Ausgleich für eine reduzierte wöchentliche Ruhezeit eingelegt wird, ist an eine andere Ruhezeit von mindestens 9 Stunden anzuhängen.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (8) Sofern sich ein Fahrer hierfür entscheidet, können nicht am Standort eingelegte tägliche Ruhezeiten und reduzierte wöchentliche Ruhezeiten im Fahrzeug verbracht werden, sofern das Fahrzeug über geeignete Schlafmöglichkeiten für jeden Fahrer verfügt und nicht fährt.<br />
<font size="3"> </font><br />
 (9) Eine wöchentliche Ruhezeit, die in zwei Wochen fällt, kann für eine der beiden Wochen gezählt werden, nicht aber für beide.<br />
<font size="3"> </font><br />
 Artikel 9<br />
<font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Legt ein Fahrer, der ein Fahrzeug begleitet, das auf einem Fährschiff oder mit der Eisenbahn befördert wird, eine regelmäßige tägliche Ruhezeit ein, so kann diese Ruhezeit abweichend von Artikel 8 höchstens zwei Mal durch andere Tätigkeiten unterbrochen werden, deren Dauer insgesamt eine Stunde nicht überschreiten darf. Während dieser regelmäßigen täglichen Ruhezeit muss dem Fahrer eine Schlafkabine oder ein Liegeplatz zur Verfügung stehen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Die von einem Fahrer verbrachte Zeit, um zu einem in den Geltungsbereich dieser Verordnung fallenden Fahrzeug, das sich nicht am Wohnsitz des Fahrers oder der Betriebstätte des Arbeitgebers, dem der Fahrer normalerweise zugeordnet ist, befindet, anzureisen oder von diesem zurückzureisen, ist nur dann als Ruhepause oder Fahrtunterbrechung anzusehen, wenn sich der Fahrer in einem Zug oder auf einem Fährschiff befindet und Zugang zu einer Koje oder einem Liegewagen hat.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Die von einem Fahrer verbrachte Zeit, um mit einem nicht in den Geltungsbereich dieser Richtlinie fallenden Fahrzeug zu einem in den Geltungsbereich dieser Verordnung fallenden Fahrzeug, das sich nicht am Wohnsitz des Fahrers oder der Betriebsstätte des Arbeitgebers, dem der Fahrer normalerweise zugeordnet ist, befindet, anzureisen oder von diesem zurückzureisen, ist als andere Arbeiten anzusehen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">KAPITEL III<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">HAFTUNG VON VERKEHRSUNTERNEHMEN<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 10<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Verkehrsunternehmen dürfen angestellten oder ihnen zur Verfügung gestellten Fahrern keine Zahlungen in Abhängigkeit von der zurückgelegten Strecke und/oder der Menge der beförderten Güter leisten, auch nicht in Form von Prämien oder Lohnzuschlägen, falls diese Zahlungen geeignet sind, die Sicherheit im Straßenverkehr zu gefährden und/oder zu Verstößen gegen diese Verordnung ermutigen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Das Verkehrsunternehmen organisiert die Arbeit der in Absatz 1 genannten Fahrer so, dass diese die Bestimmungen der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 sowie des Kapitels II der vorliegenden Verordnung einhalten können. Das Verkehrsunternehmen hat den Fahrer ordnungsgemäß anzuweisen und regelmäßig zu überprüfen, dass die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 und Kapitel II der vorliegenden Verordnung eingehalten werden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Das Verkehrsunternehmen haftet für Verstöße von Fahrern des Unternehmens, selbst wenn der Verstoß im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaates oder eines Drittstaates begangen wurde.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Unbeschadet des Rechts der Mitgliedstaaten, Verkehrsunternehmen uneingeschränkt haftbar zu machen, können die Mitgliedstaaten diese Haftung von einem Verstoß des Unternehmens gegen die Absätze 1 und 2 abhängig machen. Die Mitgliedstaaten können alle Beweise prüfen, die belegen, dass das Verkehrsunternehmen billigerweise nicht für den begangenen Verstoß haftbar gemacht werden kann.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(4) Unternehmen, Verlader, Spediteure, Reiseveranstalter, Hauptauftragnehmer, Unterauftragnehmer und Fahrervermittlungsagenturen stellen sicher, dass die vertraglich vereinbarten Beförderungszeitpläne nicht gegen diese Verordnung verstoßen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(5) a) Ein Verkehrsunternehmen, das Fahrzeuge einsetzt, die unter die vorliegende Verordnung fallen und die mit einem Kontrollgerät ausgestattet sind, das dem Anhang I B der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 entspricht, stellt Folgendes sicher:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">i) Alle Daten werden von dem Bordgerät und der Fahrerkarte so regelmäßig heruntergeladen, wie es der Mitgliedstaat vorschreibt; diese relevanten Daten werden in kürzeren Abständen heruntergeladen, damit sichergestellt ist, dass alle von dem Unternehmen oder für das Unternehmen durchgeführten Tätigkeiten heruntergeladen werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">ii) alle sowohl vom Bordgerät als auch von der Fahrerkarte heruntergeladenen Daten werden nach ihrer Aufzeichnung mindestens zwölf Monate lang aufbewahrt und müssen für einen Kontrollbeamten auf Verlangen entweder direkt oder zur Fernabfrage von den Geschäftsräumen des Unternehmens zugänglich sein.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) Im Sinne dieses Absatzes wird der Ausdruck &#8220;heruntergeladen&#8221; entsprechend der Begriffsbestimmung in Anhang I B Kapitel I Buchstabe s der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 ausgelegt.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">c) Die Kommission entscheidet nach dem in Artikel 24 Absatz 2 genannten Verfahren über den Höchstzeitraum für das Herunterladen der relevanten Daten gemäß Buchstabe a Ziffer i.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">KAPITEL IV<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">AUSNAHMEN<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 11<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Ein Mitgliedstaat kann für Beförderungen im Straßenverkehr, die vollständig in seinem Hoheitsgebiet durchgeführt werden, längere Mindestfahrtunterbrechungen und Ruhezeiten oder kürzere Höchstlenkzeiten als nach den Artikeln 6 bis 9 festlegen. In einem solchen Fall muss der Mitgliedstaat die relevanten kollektiven oder anderen Vereinbarungen zwischen den Sozialpartnern berücksichtigen. Für Fahrer im grenzüberschreitenden Verkehr gilt jedoch weiterhin diese Verordnung.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 12<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Sofern die Sicherheit im Straßenverkehr nicht gefährdet wird, kann der Fahrer von den Artikeln 6 bis 9 abweichen, um einen geeigneten Halteplatz zu erreichen, soweit dies erforderlich ist, um die Sicherheit von Personen, des Fahrzeugs oder seiner Ladung zu gewährleisten. Der Fahrer hat Art und Grund dieser Abweichung spätestens bei Erreichen des geeigneten Halteplatzes handschriftlich auf dem Schaublatt des Kontrollgeräts oder einem Ausdruck aus dem Kontrollgerät oder im Arbeitszeitplan zu vermerken.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 13<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Sofern die Verwirklichung der in Artikel 1 genannten Ziele nicht beeinträchtigt wird, kann jeder Mitgliedstaat für sein Hoheitsgebiet oder mit Zustimmung der betreffenden Mitgliedstaaten für das Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats Abweichungen von den Artikeln 5 bis 9 zulassen und solche Abweichungen für die Beförderung mit folgenden Fahrzeugen an individuelle Bedingungen knüpfen:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) Fahrzeuge, die Eigentum von Behörden sind oder von diesen ohne Fahrer angemietet sind, um Beförderungen im Straßenverkehr durchzuführen, die nicht im Wettbewerb mit privatwirtschaftlichen Verkehrsunternehmen stehen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) Fahrzeuge, die von Landwirtschafts-, Gartenbau-, Forstwirtschafts- oder Fischereiunternehmen zur Güterbeförderung im Rahmen ihrer eigenen unternehmerischen Tätigkeit in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens benutzt oder ohne Fahrer angemietet werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">c) land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen, die für land- oder forstwirtschaftliche Tätigkeiten eingesetzt werden, und zwar in einem Umkreis von bis zu 100 km vom Standort des Unternehmens, das das Fahrzeug besitzt, anmietet oder least;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">d) Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Höchstmasse von nicht mehr als 7,5 t,<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- die von Universaldienstanbietern im Sinne des Artikels 2 Absatz 13 der Richtlinie 97/67/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 1997 über gemeinsame Vorschriften für die Entwicklung des Binnenmarktes der Postdienste der Gemeinschaft und die Verbesserung der Dienstequalität [11] zum Zweck der Zustellung von Sendungen im Rahmen des Universaldienstes benutzt werden, oder<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- die zur Beförderung von Material, Ausrüstungen oder Maschinen benutzt werden, die der Fahrer zur Ausübung seines Berufes benötigt.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Diese Fahrzeuge dürfen nur in einem Umkreis von 50 km vom Standort des Unternehmens und unter der Bedingung benutzt werden, dass das Lenken des Fahrzeugs für den Fahrer nicht die Haupttätigkeit darstellt;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">e) Fahrzeuge, die ausschließlich auf Inseln mit einer Fläche von nicht mehr als 2300 km2 verkehren, die mit den übrigen Teilen des Hoheitsgebiets weder durch eine Brücke, eine Furt oder einen Tunnel, die von Kraftfahrzeugen benutzt werden können, verbunden sind;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">f) Fahrzeuge, die im Umkreis von 50 km vom Standort des Unternehmens zur Güterbeförderung mit Druckerdgas-, Flüssiggas- oder Elektroantrieb benutzt werden und deren zulässige Höchstmasse einschließlich Anhänger oder Sattelanhänger 7,5 t nicht übersteigt;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">g) Fahrzeuge, die zum Fahrschulunterricht und zur Fahrprüfung zwecks Erlangung des Führerscheins oder eines beruflichen Befähigungsnachweises dienen, sofern diese Fahrzeuge nicht für die gewerbliche Personen- oder Güterbeförderung benutzt werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">h) Fahrzeuge, die von den zuständigen Stellen für Kanalisation, Hochwasserschutz, Wasser-, Gas- und Elektrizitätsversorgung, von den Straßenbauämtern, der Hausmüllabfuhr, den Telegramm- und Telefonanbietern, Radio- und Fernsehsendern sowie zur Erfassung von Radio- bzw. Fernsehsendern oder -geräten eingesetzt werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">i) Fahrzeuge mit 10 bis 17 Sitzen, die ausschließlich zur nichtgewerblichen Personenbeförderung verwendet werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">j) Spezialfahrzeuge, die Ausrüstungen des Zirkus- oder Schaustellergewerbes transportieren;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">k) speziell ausgerüstete Projektfahrzeuge für mobile Projekte, die hauptsächlich im Stand zu Lehrzwecken dienen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">l) Fahrzeuge, die zum Abholen von Milch bei landwirtschaftlichen Betrieben und zur Rückgabe von Milchbehältern oder von Milcherzeugnissen für Futterzwecke an diese Betriebe verwendet werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">m) Spezialfahrzeuge für Geld- und/oder Werttransporte;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">n) Fahrzeuge, die zur Beförderung von tierischen Abfällen oder von nicht für den menschlichen Verzehr bestimmten Tierkörpern verwendet werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">o) Fahrzeuge, die ausschließlich auf Straßen in Güterverteilzentren wie Häfen, Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs und Eisenbahnterminals benutzt werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">p) Fahrzeuge, die innerhalb eines Umkreises von bis zu 50 Kilometern für die Beförderung lebender Tiere von den landwirtschaftlichen Betrieben zu den lokalen Märkten und umgekehrt oder von den Märkten zu den lokalen Schlachthäusern verwendet werden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission die Ausnahmen mit, die sie nach Absatz 1 gewähren, und die Kommission unterrichtet die übrigen Mitgliedstaaten hiervon.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Sofern die Verwirklichung der in Artikel 1 genannten Ziele nicht beeinträchtigt wird und ein angemessener Schutz der Fahrer sichergestellt ist, kann ein Mitgliedstaat mit Genehmigung der Kommission in seinem Hoheitsgebiet in geringem Umfang Ausnahmen von dieser Verordnung für Fahrzeuge, die in zuvor festgelegten Gebieten mit einer Bevölkerungsdichte von weniger als 5 Personen pro Quadratkilometer eingesetzt werden, in folgenden Fällen zulassen:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- Bei inländischen Personenlinienverkehrsdiensten, sofern ihr Fahrplan von den Behörden bestätigt wurde (in diesem Fall dürfen nur Ausnahmen in Bezug auf Fahrtunterbrechungen zugelassen werden) und<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- im inländischen Werkverkehr oder gewerblich durchgeführten Güterkraftverkehr, soweit sich diese Tätigkeiten nicht auf den Binnenmarkt auswirken und für den Erhalt bestimmter Wirtschaftszweige in dem betroffenen Gebiet notwendig sind und die Ausnahmebestimmungen dieser Verordnung einen Umkreis von höchstens 100 km vorschreiben.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Eine Beförderung im Straßenverkehr nach dieser Ausnahme kann eine Fahrt zu einem Gebiet mit einer Bevölkerungsdichte von 5 Personen pro Quadratmeter oder mehr nur einschließen, wenn damit eine Fahrt beendet oder begonnen wird. Solche Maßnahmen müssen ihrer Art und ihrem Umfang nach verhältnismäßig sein.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 14<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Sofern die Verwirklichung der in Artikel 1 genannten Ziele nicht beeinträchtigt wird, können die Mitgliedstaaten nach Genehmigung durch die Kommission Ausnahmen von den Artikeln 6 bis 9 für unter außergewöhnlichen Umständen durchgeführte Beförderungen zulassen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Die Mitgliedstaaten können in dringenden Fällen eine vorübergehende Ausnahme für einen Zeitraum von höchstens 30 Tagen zulassen, über die die Kommission sofort zu unterrichten ist.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Die Kommission teilt den übrigen Mitgliedstaaten alle nach diesem Artikel gewährten Ausnahmen mit.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 15<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass Fahrer der in Artikel 3 Buchstabe a genannten Fahrzeuge unter nationale Vorschriften fallen, die in Bezug auf die erlaubten Lenkzeiten sowie die vorgeschriebenen Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten einen angemessenen Schutz bieten.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">KAPITEL V<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">ÜBERWACHUNG UND SANKTIONEN<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 16<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Verfügt ein Fahrzeug nicht über ein mit der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 übereinstimmendes Kontrollgerät, so gelten die Absätze 2 und 3 des vorliegenden Artikels für:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) nationale Personenlinienverkehrsdienste und<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) grenzüberschreitende Personenlinienverkehrsdienste, deren Endpunkte in der Luftlinie höchstens 50 km von einer Grenze zwischen zwei Mitgliedstaaten entfernt sind und deren Fahrstrecke höchstens 100 km beträgt.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Das Verkehrsunternehmen erstellt einen Fahrplan und einen Arbeitszeitplan, in dem für jeden Fahrer der Name, der Standort und der im Voraus festgelegte Zeitplan für die verschiedenen Zeiträume der Lenktätigkeit, der anderen Arbeiten und der Fahrtunterbrechungen sowie die Bereitschaftszeiten angegeben werden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Jeder Fahrer, der in einem Dienst im Sinne des Absatzes 1 eingesetzt ist, muss einen Auszug aus dem Arbeitszeitplan und eine Ausfertigung des Linienfahrplans mit sich führen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Der Arbeitszeitplan muss<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) alle in Absatz 2 aufgeführten Angaben mindestens für den Zeitraum der vorangegangenen 28 Tage enthalten; diese Angaben sind in regelmäßigen Abständen von höchstens einem Monat zu aktualisieren;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) die Unterschrift des Leiters des Verkehrsunternehmens oder seines Beauftragten tragen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">c) vom Verkehrsunternehmen nach Ablauf des Geltungszeitraums ein Jahr lang aufbewahrt werden. Das Verkehrsunternehmen händigt den betreffenden Fahrern auf Verlangen einen Auszug aus dem Arbeitszeitplan aus; und<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">d) auf Verlangen einem dazu befugten Kontrollbeamten vorgelegt und ausgehändigt werden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 17<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission unter Verwendung des in der Entscheidung 93/173/EWG [12] vorgesehenen Berichtsmusters die notwendigen Informationen, damit diese alle zwei Jahre einen Bericht über die Durchführung der vorliegenden Verordnung und der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 und über die Entwicklungen auf dem betreffenden Gebiet erstellen kann.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Diese Angaben müssen bei der Kommission spätestens am 30. September des Jahres nach Ende des betreffenden Zweijahreszeitraums mitgeteilt werden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) In dem Bericht wird zugleich angegeben, inwieweit von den Ausnahmeregelungen gemäß Artikel 13 Gebrauch gemacht wird.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(4) Die Kommission leitet den Bericht innerhalb von 13 Monaten nach Ende des betreffenden Zweijahreszeitraums dem Europäischen Parlament und dem Rat zu.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 18<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Die Mitgliedstaaten ergreifen die zur Durchführung dieser Verordnung erforderlichen Maßnahmen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 19<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Die Mitgliedstaaten legen für Verstöße gegen die vorliegende Verordnung und die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 Sanktionen fest und treffen alle erforderlichen Maßnahmen, um deren Durchführung zu gewährleisten. Diese Sanktionen müssen wirksam, verhältnismäßig, abschreckend und nicht diskriminierend sein. Ein Verstoß gegen die vorliegende Verordnung und gegen die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 kann nicht mehrmals Gegenstand von Sanktionen oder Verfahren sein. Die Mitgliedstaaten teilen der Kommission diese Maßnahmen und die Regeln bezüglich Sanktionen bis zu dem in Artikel 29 Absatz 2 genannten Datum mit. Die Kommission informiert die Mitgliedstaaten entsprechend.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Ein Mitgliedstaat ermächtigt die zuständigen Behörden, gegen ein Unternehmen und/oder einen Fahrer bei einem in seinem Hoheitsgebiet festgestellten Verstoß gegen diese Verordnung eine Sanktion zu verhängen, sofern hierfür noch keine Sanktion verhängt wurde, und zwar selbst dann, wenn der Verstoß im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats oder eines Drittstaats begangen wurde.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Dabei gilt folgende Ausnahmeregelung: Wird ein Verstoß festgestellt,<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- der nicht im Hoheitsgebiet des betreffenden Mitgliedstaats begangen wurde und<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- der von einem Unternehmen, das seinen Sitz in einem anderen Mitgliedstaat oder einem Drittstaat hat, oder von einem Fahrer, der seinen Arbeitsplatz in einem anderen Mitgliedstaat oder einem Drittstaat hat, begangen wurde,<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">so kann ein Mitgliedstaat bis zum 1. Januar 2009, anstatt eine Sanktion zu verhängen, der zuständigen Behörde des Mitgliedstaats oder des Drittstaats, in dem das Unternehmen seinen Sitz oder der Fahrer seinen Arbeitsplatz hat, den Verstoß melden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Leitet ein Mitgliedstaat in Bezug auf einen bestimmten Verstoß ein Verfahren ein oder verhängt er eine Sanktion, so muss er dem Fahrer gegenüber angemessene schriftliche Belege beibringen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(4) Die Mitgliedstaaten stellen sicher, dass ein System verhältnismäßiger Sanktionen, die finanzielle Sanktionen umfassen können, für den Fall besteht, dass Unternehmen oder mit ihnen verbundene Verlader, Spediteure, Reiseveranstalter, Hauptauftragnehmer, Unterauftragnehmer und Fahrervermittlungsagenturen gegen die vorliegende Verordnung oder die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 verstoßen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 20<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Der Fahrer muss alle von einem Mitgliedstaat zu Sanktionen oder zur Einleitung von Verfahren beigebrachten Belege so lange aufbewahren, bis derselbe Verstoß gegen diese Verordnung nicht mehr in ein zweites Verfahren oder eine zweite Sanktion gemäß dieser Verordnung münden kann.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Der Fahrer hat die in Absatz 1 genannten Belege auf Verlangen vorzuweisen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Ein Fahrer, der bei mehreren Verkehrsunternehmen beschäftigt ist oder mehreren Verkehrsunternehmen zur Verfügung steht, verschafft jedem Unternehmen ausreichende Informationen, um diesem die Einhaltung der Bestimmungen des Kapitels II zu ermöglichen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 21<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">In Fällen, in denen ein Mitgliedstaat der Auffassung ist, dass ein Verstoß gegen diese Verordnung vorliegt, der die Straßenverkehrssicherheit eindeutig gefährden könnte, ermächtigt er die betreffende zuständige Behörde, das betreffende Fahrzeug so lange stillzulegen, bis die Ursache des Verstoßes behoben ist. Die Mitgliedstaaten können dem Fahrer auferlegen, eine tägliche Ruhezeit einzulegen. Die Mitgliedstaaten können ferner gegebenenfalls die Zulassung eines Unternehmens entziehen, aussetzen oder einschränken, falls es seinen Sitz in diesem Mitgliedstaat hat, oder sie können die Fahrerlaubnis eines Fahrers entziehen, aussetzen oder einschränken. Die Kommission entwickelt nach dem in Artikel 24 Absatz 2 genannten Verfahren Leitlinien, um eine harmonisierte Anwendung dieses Artikels zu erreichen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 22<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Die Mitgliedstaaten leisten einander Beistand bei der Anwendung dieser Verordnung und bei der Überwachung ihrer Einhaltung.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten tauschen regelmäßig alle verfügbaren Informationen aus über<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) die von Gebietsfremden begangenen Verstöße gegen die Bestimmungen des Kapitels II und die gegen diese Verstöße verhängten Sanktionen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) die von einem Mitgliedstaat verhängten Sanktionen für Verstöße, die seine Gebietsansässigen in anderen Mitgliedstaaten begangen haben.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Die Mitgliedstaaten übermitteln der Kommission regelmäßig relevante Informationen über die nationale Auslegung und Anwendung dieser Verordnung; die Kommission stellt diese Informationen den anderen Mitgliedstaaten in elektronischer Form zur Verfügung.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(4) Die Kommission unterstützt durch den in Artikel 24 Absatz 1 genannten Ausschuss den Dialog zwischen den Mitgliedstaaten über die einzelstaatliche Auslegung und Anwendung dieser Verordnung.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 23<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Die Gemeinschaft wird mit Drittländern die Verhandlungen aufnehmen, die zur Durchführung dieser Verordnung gegebenenfalls erforderlich sind.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 24<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Die Kommission wird von dem durch Artikel 18 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 eingesetzten Ausschuss unterstützt.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Wird auf diesen Absatz Bezug genommen, so gelten die Artikel 3 und 7 des Beschlusses 1999/468/EG unter Beachtung von dessen Artikel 8.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Der Ausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 25<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(1) Auf Antrag eines Mitgliedstaates oder von sich aus<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) prüft die Kommission die Fälle, in denen die Bestimmungen dieser Verordnung, insbesondere bezüglich der Lenkzeiten, Fahrtunterbrechungen und Ruhezeiten, unterschiedlich angewandt und durchgesetzt werden;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) klärt die Kommission die Bestimmungen dieser Verordnung, um einen gemeinsamen Ansatz sicherzustellen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) In den in Absatz 1 genannten Fällen trifft die Kommission eine Entscheidung über einen empfohlenen Ansatz nach dem in Artikel 24 Absatz 2 genannten Verfahren. Die Kommission übermittelt ihre Entscheidung dem Europäischen Parlament, dem Rat und den Mitgliedstaaten.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">KAPITEL VI<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">SCLUSSBESTIMMUGEN<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 26<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Die Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 wird wie folgt geändert:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">1. Artikel 2 erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;Artikel 2<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Für diese Verordnung sind die Definitionen des Artikels 4 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates [13] anwendbar.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">2. Artikel 3 Absätze 1, 2 und 3 erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;(1) Das Kontrollgerät muss bei Fahrzeugen eingebaut und benutzt werden, die der Personen- oder Güterbeförderung im Straßenverkehr dienen und in einem Mitgliedstaat zugelassen sind; ausgenommen sind die in Artikel 3 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 genannten Fahrzeuge. Die in Artikel 16 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 genannten Fahrzeuge und Fahrzeuge, die von der Anwendung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 freigestellt waren, die gemäß den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 jedoch nicht mehr freigestellt sind, müssen diese Vorschrift spätestens ab dem 31. Dezember 2007 erfüllen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(2) Die Mitgliedstaaten können die in Artikel 13 Absätze 1 und 3 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 genannten Fahrzeuge von der Anwendung der vorliegenden Verordnung freistellen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">(3) Die Mitgliedstaaten können — nach Genehmigung durch die Kommission — Fahrzeuge, die für die in Artikel 14 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 genannten Beförderungen eingesetzt werden, von der Anwendung der vorliegenden Verordnung freistellen.&#8221;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">3. Artikel 14 Absatz 2 erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;(2) Das Unternehmen bewahrt die Schaublätter und — sofern Ausdrucke gemäß Artikel 15 Absatz 1 erstellt wurden — die Ausdrucke in chronologischer Reihenfolge und in lesbarer Form nach der Benutzung mindestens ein Jahr lang auf und händigt den betreffenden Fahrern auf Verlangen eine Kopie aus. Das Unternehmen händigt den betreffenden Fahrern ferner auf Verlangen eine Kopie der von den Fahrerkarten heruntergeladenen Daten sowie Ausdrucke davon aus. Die Schaublätter, die Ausdrucke und die heruntergeladenen Daten sind jedem befugten Kontrollbeamten auf Verlangen vorzulegen oder auszuhändigen.&#8221;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">4. Artikel 15 wird wie folgt geändert:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- Dem Absatz 1 wird folgender Unterabsatz angefügt:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;Wenn eine Fahrerkarte beschädigt ist, Fehlfunktionen aufweist oder sich nicht im Besitz des Fahrers befindet, hat der Fahrer<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) zu Beginn seiner Fahrt die Angaben über das von ihm gelenkte Fahrzeug auszudrucken und in den Ausdruck<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">i) die Angaben, mit denen der Fahrer identifiziert werden kann (Name, Nummer der Fahrerkarte oder des Führerscheins), einzutragen und seine Unterschrift anzubringen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">ii) die in Absatz 3 zweiter Gedankenstrich Buchstaben b, c und d genannten Zeiten einzutragen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) am Ende seiner Fahrt die Angaben über die vom Kontrollgerät aufgezeichneten Zeiten auszudrucken, die vom Fahrtenschreiber nicht erfassten Zeiten, in denen er seit dem Erstellen des Ausdrucks bei Fahrtantritt andere Arbeiten ausgeübt hat, Bereitschaft hatte oder eine Ruhepause eingelegt hat, zu vermerken und auf diesem Dokument die Angaben einzutragen, mit denen der Fahrer identifiziert werden kann (Name, Nummer der Fahrerkarte oder des Führerscheins), sowie seine Unterschrift anzubringen.&#8221;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- Absatz 2 Unterabsatz 2 erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;Wenn der Fahrer sich nicht im Fahrzeug aufhält und daher nicht in der Lage ist, das in das Fahrzeug eingebaute Gerät zu betätigen, müssen die in Absatz 3 zweiter Gedankenstrich Buchstaben b, c und d genannten Zeiträume,<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">a) wenn das Fahrzeug mit einem Kontrollgerät gemäß Anhang I ausgestattet ist, von Hand, durch automatische Aufzeichnung oder auf andere Weise lesbar und ohne Verschmutzung des Schaublatts auf dem Schaublatt eingetragen werden, oder<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) wenn das Fahrzeug mit einem Kontrollgerät gemäß Anhang I B ausgestattet ist, mittels der manuellen Eingabevorrichtung des Kontrollgeräts auf der Fahrerkarte eingetragen werden.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Befindet sich an Bord eines mit einem Kontrollgerät nach Anhang I B ausgestatteten Fahrzeugs mehr als ein Fahrer, so stellt jeder Fahrer sicher, dass seine Fahrerkarte in den richtigen Schlitz im Fahrtenschreiber eingeschoben wird.&#8221;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- Absatz 3 Buchstaben b und c erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">+++++ TIFF +++++<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;b) &#8220;andere Arbeiten&#8221;: Das sind alle anderen Tätigkeiten als die Lenktätigkeit im Sinne des Artikels 3 Buchstabe a der Richtlinie 2002/15/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. März 2002 zur Regelung der Arbeitszeit von Personen, die Fahrtätigkeiten im Bereich des Straßentransports ausüben [14], sowie jegliche Arbeit für denselben oder einen anderen Arbeitgeber, sei es innerhalb oder außerhalb des Verkehrssektors; sie sind unter dem Zeichen (…) aufzuzeichnen;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">+++++ TIFF +++++<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">c) die &#8220;Bereitschaftszeit&#8221; im Sinne des Artikels 3 Buchstabe b der Richtlinie 2002/15/EG ist unter dem Zeichen (…) aufzuzeichnen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- Absatz 4 wird gestrichen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">- Absatz 7 erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;(7) a) Lenkt der Fahrer ein Fahrzeug, das mit einem Kontrollgerät gemäß Anhang I ausgerüstet ist, so muss er den Kontrollbeamten auf Verlangen jederzeit Folgendes vorlegen können:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">i) die Schaublätter für die laufende Woche und die vom Fahrer in den vorausgehenden 15 Tagen verwendeten Schaublätter,<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">ii) die Fahrerkarte, falls er Inhaber einer solchen Karte ist, und<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">iii) alle während der laufenden Woche und der vorausgehenden 15 Tage erstellten handschriftlichen Aufzeichnungen und Ausdrucke, die gemäß der vorliegenden Verordnung und der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 vorgeschrieben sind.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Nach dem 1. Januar 2008 umfassen die in den Ziffern i und iii genannten Zeiträume jedoch den laufenden Tag und die vorausgehenden 28 Tage.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">b) Lenkt der Fahrer ein Fahrzeug, das mit einem Kontrollgerät gemäß Anhang I B ausgerüstet ist, so muss er den Kontrollbeamten auf Verlangen jederzeit Folgendes vorlegen können:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">i) Die Fahrerkarte, falls er Inhaber einer solchen Karte ist,<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">ii) alle während der laufenden Woche und der vorausgehenden 15 Tage erstellten handschriftlichen Aufzeichnungen und Ausdrucke, die gemäß der vorliegenden Verordnung und der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 vorgeschrieben sind, und<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">iii) die Schaublätter für den Zeitraum gemäß dem vorigen Unterabsatz, falls er in dieser Zeit ein Fahrzeug gelenkt hat, das mit einem Kontrollgerät gemäß Anhang I ausgerüstet ist.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Nach dem 1. Januar 2008 umfasst der in Ziffer ii genannte Zeitraum jedoch den laufenden Tag und die vorausgehenden 28 Tage.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">c) Ein ermächtigter Kontrollbeamter kann die Einhaltung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 überprüfen, indem er die Schaublätter, die im Kontrollgerät oder auf der Fahrerkarte gespeicherten Daten (mittels Anzeige oder Ausdruck) oder anderenfalls jedes andere beweiskräftige Dokument, das die Nichteinhaltung einer Bestimmung wie etwa des Artikels 16 Absätze 2 und 3 belegt, analysiert.&#8221;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 27<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Die Verordnung (EG) Nr. 2135/98 wird wie folgt geändert:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">1. Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;(1) a) Ab dem zwanzigsten Tag nach dem Tag der Veröffentlichung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 zur Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und zur Änderung der Verordnungen (EWG) Nr. 3821/85 und (EG) Nr. 2135/98 des Rates [15] müssen Fahrzeuge, die erstmals zum Verkehr zugelassen werden, mit einem Kontrollgerät gemäß den Bestimmungen des Anhangs I B der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 ausgerüstet sein.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">2. Artikel 2 Absatz 2 erhält folgende Fassung:<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">&#8220;(2) Die Mitgliedstaaten treffen die erforderlichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass sie die Fahrerkarten spätestens am zwanzigsten Tag nach dem Tag der Veröffentlichung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 ausstellen können.&#8221;<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 28<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Die Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 wird aufgehoben und durch die vorliegende Verordnung ersetzt.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 5 Absätze 1, 2 und 4 der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 gelten jedoch bis zu den in Artikel 15 Absatz 1 der Richtlinie 2003/59/EG genannten Terminen.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Artikel 29<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Diese Verordnung tritt am 11. April 2007 in Kraft, ausgenommen Artikel 10 Absatz 5, Artikel 26 Absätze 3 und 4 und Artikel 27, die am 1. Mai 2006 in Kraft treten.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Geschehen zu Straßburg am 15. März 2006.<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Im Namen des Europäischen Parlaments<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Der Präsident<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">J. Borrell Fontelles<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Im Namen des Rates<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">Der Präsident<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">H. Winkler<br />
</font><font size="3"> </font>
</p>
<p align="justify"><font size="3"> </font></p>
<p align="justify"><font size="3">[1] ABl. C 51 E vom 26.2.2002, S. 234.<br />
</font><font size="3">[2] ABl. C 221 vom 17.9.2002, S. 19.<br />
</font><font size="3">[3] Stellungnahme des Europäischen Parlaments vom 14. Januar 2003 (ABl. C 38 E vom 12.2.2004, S. 152), Gemeinsamer Standpunkt des Rates vom 9. Dezember 2004 (ABl. C 63 E vom 15.3.2005, S. 11) und Standpunkt des Europäischen Parlaments vom 13. April 2005 (ABl. C 33 E vom 9.2.2006, S. 425). Legislative Entschließung des Europäischen Parlaments vom 2. Februar 2006 und Beschluss des Rates vom 2. Februar 2006.<br />
</font><font size="3">[4] ABl. L 370 vom 31.12.1985, S. 1. Geändert durch die Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (ABl. L 226 vom 10.9.2003, S. 4).<br />
</font><font size="3">[5] ABl. L 80 vom 23.3.2002, S. 35.<br />
</font><font size="3">[6] ABl. L 370 vom 31.12.1985, S. 8. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 432/2004 der Kommission (ABl. L 71 vom 10.3.2004, S. 3).<br />
</font><font size="3">[7] ABl. L 184 vom 17.7.1999, S. 23.<br />
</font><font size="3">[8] Richtlinie 2003/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Juli 2003 über die Grundqualifikation und Weiterbildung der Fahrer bestimmter Kraftfahrzeuge für den Güter- oder Personenkraftverkehr und zur Änderung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 und der Richtlinie 91/439/EWG des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 76/914/EWG des Rates (ABl. L 226 vom 10.9.2003, S. 4). Geändert durch die Richtlinie 2004/66/EG des Rates (ABl. L 168 vom 1.5.2004, S. 35).<br />
</font><font size="3">[9] Richtlinie 88/599/EWG des Rates vom 23. November 1988 über einheitliche Verfahren zur Anwendung der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr und der Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 über das Kontrollgerät im Straßenverkehr (ABl. L 325 vom 29.11.1988, S. 55).<br />
</font><font size="3">[10] ABl. L 74 vom 20.3.1992, S. 1. Zuletzt geändert durch die Beitrittsakte von 2003.<br />
</font><font size="3">[11] ABl. L 15 vom 21.11.1998, S. 14. Zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1882/2003 (ABl. L 284 vom 31.10.2003, S. 1).<br />
</font><font size="3">[12] ABl. L 72 vom 25.3.1993, S. 33.<br />
</font><font size="3">[13] ABl. L 102 vom 11.4.2006, S. 1&#8243;.<br />
</font><font size="3">[14] ABl. L 80 vom 23.3.2002, S. 35.&#8221;.<br />
</font><font size="3">[15] ABl. L 102 vom 11.4.2006, S. 1&#8243;</font>
</p>
<p align="justify">Siehe auch:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/drittes-gesetz-zur-anderung-des-fahrpersonalgesetzes-im-bundestag-angenommen/279/" >Drittes Gesetz zur Änderung des Fahrpersonalgesetzes im Bundestag angenommen</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/ubersicht-der-lenk-und-ruhezeiten-nach-vo-eg-5612006/261/"  title="Übersicht der Lenk- und Ruhezeiten nach VO (EG) 561/2006">Übersicht der Lenk- und Ruhezeiten nach VO (EG) 561/2006</a></li>
<li><a href="http://http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/"  title="Lenk- und Ruhezeiten nach Einführung des § 21a ArbZG">Keine Lenk- und Ruhezeiten mehr für Bus- und LKW-Fahrer?</a></li>
<li><a href="http://http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/arbeitszeitgesetz-anderung-fur-bus-und-lkw-fahrer/231/"  title="Arbeitszeitgesetz, Änderung für Bus- und LKW-Fahrer">Arbeitszeitgesetz, Änderung für Bus- und LKW-Fahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-nach-einfuhrung-des-%c2%a7-21a-arbzg/242/"  title="Lenk- und Ruhezeiten nach Einführung des § 21a ArbZG">Lenk- und Ruhezeiten nach Einführung des § 21a ArbZG</a></li>
</ul>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Arbeitszeitgesetz, Änderung für Bus- und LKW-Fahrer</title>
		<link>http://www.sokolowski.org/strafrecht/arbeitszeitgesetz-anderung-fur-bus-und-lkw-fahrer/231/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 14:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Sokolowski</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p align="justify">Aus gegebenem Anlass &#8211; die Neuregelungen scheinen bei den betroffenen Betrieben noch nicht hinreichend bekannt zu sein, wird auf den mit Wirkung zum 1. September 2006 in das Arbeitszeitgesetz neu aufgenommenen § 21 ArbZG hingewiesen:</p> <p align="justify"> § 21a ArbZG Beschäftigung im Straßentransport </p> <p align="justify">(1) Für die Beschäftigung von Arbeitnehmern als Fahrer oder Beifahrer bei Straßenverkehrstätigkeiten im Sinne der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr (ABl. EG Nr. L 370 S. 1, 1986 Nr. L 206 S. 36) oder des Europäischen Übereinkommens über die Arbeit des im <a href="http://www.sokolowski.org/strafrecht/arbeitszeitgesetz-anderung-fur-bus-und-lkw-fahrer/231/">weiter lesen...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Aus gegebenem Anlass &#8211; die Neuregelungen scheinen bei den betroffenen Betrieben noch nicht hinreichend bekannt zu sein, wird auf den mit Wirkung zum 1. September 2006 in das Arbeitszeitgesetz neu aufgenommenen <a href="http://dejure.org/gesetze/ArbZG/21.html"  target="_blank" title="&sect; 21 ArbZG: Besch&auml;ftigung in der Binnenschiffahrt">§ 21 ArbZG</a> hingewiesen:</p>
<p align="justify"> <strong><a href="http://dejure.org/gesetze/ArbZG/21a.html"  target="_blank" title="&sect; 21a ArbZG: Besch&auml;ftigung im Stra&szlig;entransport">§ 21a ArbZG</a> Beschäftigung im Straßentransport</strong><br />
<span id="more-231"></span></p>
<blockquote>
<p align="justify">(1) Für die Beschäftigung von Arbeitnehmern als Fahrer oder Beifahrer bei Straßenverkehrstätigkeiten im Sinne der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr (ABl. EG Nr. L 370 S. 1, 1986 Nr. L 206 S. 36) oder des Europäischen Übereinkommens über die Arbeit des im internationalen Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonals (AETR) vom 1. Juli 1970 (BGBl. II 1974 S. 1473) in ihren jeweiligen Fassungen gelten die Vorschriften dieses Gesetzes, soweit nicht die folgenden Absätze abweichende Regelungen enthalten. Die Vorschriften der Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 und des AETR bleiben unberührt.</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">(2) Eine Woche im Sinne dieser Vorschriften ist der Zeitraum von Montag 0 Uhr bis Sonntag 24 Uhr.</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">(3) Abweichend von § 2 Abs. 1 ist keine Arbeitszeit:</p>
<blockquote>
<p align="justify">1. die Zeit, während derer sich ein Arbeitnehmer am Arbeitsplatz bereithalten muss, um seine Tätigkeit aufzunehmen,</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">2. die Zeit, während derer sich ein Arbeitnehmer bereithalten muss, um seine Tätigkeit auf Anweisung aufnehmen zu können, ohne sich an seinem Arbeitsplatz aufhalten zu müssen;</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">3. für Arbeitnehmer, die sich beim Fahren abwechseln, die während der Fahrt neben dem Fahrer oder in einer Schlafkabine verbrachte Zeit.</p>
</blockquote>
<p>Für die Zeiten nach Satz 1 Nr. 1 und 2 gilt dies nur, wenn der Zeitraum und dessen voraussichtliche Dauer im Voraus, spätestens unmittelbar vor Beginn des betreffenden Zeitraums bekannt ist. Die in Satz 1 genannten Zeiten sind keine Ruhezeiten. Die in Satz 1 Nr. 1 und 2 genannten Zeiten sind keine Ruhepausen.</p></blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">(4) Die Arbeitszeit darf 48 Stunden wöchentlich nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 60 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von vier Kalendermonaten oder 16 Wochen im Durchschnitt 48 Stunden wöchentlich nicht überschritten werden.</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">(5) Die Ruhezeiten bestimmen sich nach den Vorschriften der Europäischen Gemeinschaften für Kraftfahrer und Beifahrer sowie nach dem AETR. Dies gilt auch für Auszubildende und Praktikanten.</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify"> (6) In einem Tarifvertrag oder auf Grund eines Tarifvertrags in einer Betriebs- oder Dienstvereinbarung kann zugelassen werden,</p>
<blockquote>
<p align="justify">1. nähere Einzelheiten zu den in Absatz 3 Satz 1 Nr. 1, 2 und Satz 2 genannten Voraussetzungen zu regeln,</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">2. abweichend von Absatz 4 sowie den §§ 3 und 6 Abs. 2 die Arbeitszeit festzulegen, wenn objektive, technische oder arbeitszeitorganisatorische Gründe vorliegen. Dabei darf die Arbeitszeit 48 Stunden wöchentlich im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten nicht überschreiten.</p>
</blockquote>
<p>§ 7 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2a gilt nicht. § 7 Abs. 3 gilt entsprechend.</p></blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">(7) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Arbeitszeit der Arbeitnehmer aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer auf Verlangen eine Kopie der Aufzeichnungen seiner Arbeitszeit auszuhändigen.</p>
</blockquote>
<blockquote>
<p align="justify">(8) Zur Berechnung der Arbeitszeit fordert der Arbeitgeber den Arbeitnehmer schriftlich auf, ihm eine Aufstellung der bei einem anderen Arbeitgeber geleisteten Arbeitszeit vorzulegen. Der Arbeitnehmer legt diese Angaben schriftlich vor.</p>
</blockquote>
<p>Siehe auch: </p>
<ul>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/tag/lenk-und-ruhezeiten/" >Beiträge zu Lenk- und Ruhezeiten für LKW- und Busfahrer</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/lenk-und-ruhezeiten-nach-einfuhrung-des-%c2%a7-21a-arbzg/242/" >Lenk- und Ruhezeiten nmach Einführung des § 21 ArbZG</a></li>
<li><a href="http://www.sokolowski.org/blog/strafrecht/verkehrsstrafrecht/keine-lenk-und-ruhezeiten-mehr-fur-bus-und-lkw-fahrer/260/" >keine Lenk- und Ruhezeiten mehr für LKW- und Busfahrer</a></li>
</ul>
<small style="text-color:#cccccc;">Copyright &copy; 2012 by <strong><a href="http://www.sokolowski.org" >Rechtsanwalt Strafrecht Joachim Sokolowski, Fachanwalt für Sozialrecht</a></strong> J. Sokolowski</small><hr/>]]></content:encoded>
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